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Region Uetze Nachrichten Regiobus will Fahrer besser schützen
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15:48 15.12.2008
Um die Sicherheit des Personals zu erhöhen, will Regiobus in Uetze verstärkt Fahrzeuge mit Videoüberwachung einsetzen.
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Exakt 71,50 Euro Wechselgeld haben die drei jugendlichen Täter erbeutet, die gegen 0.40 Uhr in der Nacht zum Sonnabend an der Haltestelle Am Friedhof in den Bus gestürmt waren und den 51-jährigen Fahrer sogleich mit Schlägen ins Gesicht traktiert hatten.

Die Polizei hofft jetzt auf Hinweise eines Fahrgastes mit zwei Gehhilfen, der an der Haltestelle Fuchsbau in Uetze zugestiegen war und den Bus in Hänigsen verlassen hatte. Möglicherweise kann er Angaben zu den drei Tätern machen, die zwischen 17 und 20 Jahre alt und vermutlich türkischer Herkunft sein sollen.

Von der Schwere der Tat her steche dieser Fall sicher hervor, sagt Regiobus-Sprecher Tolga Otkun. Aber der Raum Uetze-Hänigsen scheine doch so etwas wie ein Brennpunkt zu sein. Otkun verweist auf „eine Handvoll Vorfälle“ in den zurückliegenden Wochen, bei denen Fahrer von Jugendlichen angepöbelt, bedroht oder angespuckt worden seien.

Darunter seien mehrfach Jugendliche gewesen, die an eben dieser Haltestelle eingestiegen und nach Uetze gefahren seien.

Drakonische Maßnahmen wie das Bewaffnen der Fahrer mit Reizgas oder Pfefferspray sei derzeit nicht geplant, sagt Otkun, der von einer bedrohlichen Atmosphäre spricht: „Aber wir müssen verstärkt überlegen, wie wir unser Personal schützen.“

Jetzt soll erst einmal ein Großteil der bislang sechs mit Videoüberwachung ausgerüsteten Busse auf den Uetzer Strecken eingesetzt werden. Auch in der fraglichen Nacht war einer dieser Busse dort im Einsatz, allerdings in Gegenrichtung.

Vergangenes Jahr und auch im Frühjahr habe es zwar Probleme gegeben, aber in jüngster Zeit habe er nichts dergleichen gehört, sagt Wilhelm Hustedt, bei der Polizeiinspektion Burgdorf zuständig für Jugendkriminalität. „Wir haben das bislang nicht als Brennpunkt gesehen, sagt auch Uetzes stellvertretender Verwaltungschef Achim Husemann.

Er verweist zudem darauf, dass die Gemeinde unabhängig davon einen Arbeitskreis Jugend und Gewalt gegründet habe.

Eine Gebühr geht rauf, die andere runter: Lehrter müssen sich zum Jahreswechsel auf teureres Abwasser einstellen, müssen aber für die Straßenreinigung weniger Geld bezahlen.

von Norbert Korte

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