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Region Uetze Nachrichten Politiker streichen Geld für Hänigser Sportheim
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00:17 14.12.2017
Das Sportheim am Hänigser Stadion ist dringend sanierungsbedürftig. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Hänigsen/Uetze

 Im Gemeindehaushalt 2018 wird der Uetzer Rat aller Voraussicht nach kein Geld für die Sanierung des Sportheims des Hänigser Stadions einplanen. Auf Antrag der Mehrheitskoalition CDU/Grüne/Freie/Balu hat der Ratsausschuss für Finanzenen einstimmig empfohlen, den Betrag  von 1,45 Millionen für das Sportheim aus dem Etatentwurf zu streichen.

In dem Gebäude sind das Abwassersystem, die Frischwasserleitungen, die Elektrik, die Duschen und Toiletten dringend erneuerungsbedürftig. Bei einer Instandsetzung müsste die Gemeinde die Barrierefreiheit herstellen und Vorgaben des Brandschutzes beachten.

„2018 wird kein Sportheim gebaut“, sagte CDU-Fraktionschef Dirk Rentz angesichts der Haushaltslage der Gemeinde und der veranschlagten Kosten. Die Verwaltung solle das nächste Jahr nutzen, um ein Konzept zu erarbeiten.

Derzeit untersucht die Verwaltung neben der Sanierung vier weitere Varianten. In Betracht kommen ein Abriss des Sportheims und ein Neubau an gleicher Stelle, ein Neubau auf dem Seitenstreifen am C-Platz des Sportgeländes sowie ein Neubau dort, wo derzeit Garagen stehen. Der TSV Friesen Hänigsen favorisiert einen Neubau in Modulbauweise neben den Garagen. Für die  Alternativen muss die Verwaltung noch die Kosten berechnen. Nach Einschätzung des Leiters des kommunalen Eigenbetriebs für Gebäudeservice, Frank Hacke, wird die Modulbauweise nicht wesentlich günstiger als die herkömmliche Bauweise.

Für alle gemeindeeigenen Freiluftssportanlagen schätzt die Verwaltung den Sanierungsbedarf  in den nächsten sieben Jahren auf mehr als 3,4 Millionen Euro. Die Tribüne des Hänigser Stadions ist seit Monaten wegen Baufälligkeit gesperrt. Die Sanierung würde 100.000 Euro kosten.

Für die Sportanlage in Uetze hinter dem Hoopt, die in erster Linie die Schulen, der SC Uetze und die Leichtathlethen des VfL nutzen, hat der Eigenbetrieb langfristig  einen Investitionsbedarf von rund 1,6 Millionen Euro ermittelt. Im Sportentwicklungsplan für die Gemeinde haben die Gutachter des Regionssportbundes empfohlen, für 780.000 Euro einen Kunstrasenplatz einschließlich Flutlichtanlage zu bauen und für 430.000 Euro die Leichtathletikanlage zu erneuern. Außerdem muss die Gemeinde irgendwann die Toiletten und die Duschräume im Umkleidegebäude wieder auf Vordermann bringen.

Fraglich ist, wie lange noch die Flutlichtlichtanlagen in Eltze und Schwüblingsen standsicher sind. Außerdem zeichnet sich ab, dass die Gemeinde Geld in die Gebäude auf den Sportplätzen in Dedenhausen, Eltze. Katensen, Obershagen und Schüblingsen stecken muss.

   

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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