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Region Uetze Nachrichten Raiffeisen plant Millioneninvestitionen
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00:17 09.02.2018
Dieser kleine Flachbau ist die Betriebszentrale der Groka und der Uetzer Zwiebel in Dollbergen. Weil er längst zu klein geworden ist, sind für die Mitarbeiter Bürocontainer (hinten) aufgestellt worden. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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Uetze/Dollbergen

 Auf dem Betriebsgelände der Groka, eines der Kartoffelvermarktungsunternehmen Deutschlands, und der Uetzer Zwiebel – beides 100-prozentige Töchter der Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Osthannover – soll in den nächsten Jahren kräftig investiert werden. Mit der Einstellung des Kartellverfahrens gegen die Groka sei die Zeit der Verunsicherung vorbei, sagt RWG-Geschäftsführer Wolfgang Wrede. „Wir können jetzt wieder für die Zukunft planen.“ Die Genossenschaft hatte für den Fall, dass eine Geldstrafe gegen die Groka verhängt wird, Rücklagen in Millionenhöhe gebildet. Dieses Geld steht nun wieder zur Verfügung. 

„Wir müssen das äußere Erscheinungsbild der Groka verbessern. Geplant sind neue Büros und neue Sozialräume“, kündigt Wrede an. Zudem gibt es Überlegungen, die Kommissionierhalle zu vergrößern, um die Umverpackung der abgepackten Kartoffeln und Zwieblen zu mechanisieren. Darüber hinaus plant die Geschäftsleitung laut Bösch eine große Lagerhalle, die sogenannte Grove Halle, zu erweitern, um die Lagerkapazitäten für Kartoffeln und Zwiebeln um 4000 Tonnen zu erhöhen. „Für die Sortierung der Kartoffeln und Zwiebeln wollen wir zudem einen optoelektronischen Sortierer anschaffen“, sagt  Wrede. Bislang stehen diese Planungen für den Standort Dollbergen allerdings noch ganz am Anfang. Wenn der Vorstand und der Aufsichtsrat der RWG sie genehmigen, sollen sie in den nächsten Jahren umgesetzt werden.

Auf dieser Wiese im Süden des Betriebsgeländes der Raiffeisen-Warengenossenschaft Osthannover in Uetze soll eine Produktionshalle für Futtermittel gebaut werden. Quelle: privat

Weiter gediehen sind die Planungen am Standort Uetze. Dort soll auf einer Wiese südlich des Verwaltungsgebäudes für circa zwei Millionen Euro eine Produktionshalle für die RWG-Tochter Olewo gebaut werden. Sie produziert Spezialfuttermittel für Pferde und Hunde in Pellet- und Chipsform. Zurzeit befindet sich die Produktion in einem ehemaligen landwirtschaftlichen Lager in Arpke. Das Futtermittelgeschäft bei Olewo habe sich in den vergangenen Jahren so gut entwickelt, dass die Räumlichkeiten zu klein geworden seien, sagt RWG-Geschäftsführer Wolfgang Wrede. Die Planungen liefen, sodass demnächst der Bauantrag gestellt werden könne, sagt Verwaltungsleiter Frank Dietrich.

Die Olewo GmbH hat im Geschäftsjahr 2016/17 einen Umsatz von 3,4 Millioen Euro erwirtschaftet. Das war gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 25,9 Prozent. Die Firma produziert nicht nur Futtermittel, sondern vermarktet die Möhren, Silberzwiebeln und Rote Beete, die Genossenschaftsmitglieder auf ihren Feldern anbauen.

Eine weitere Großinvestition konnte die RWG bereits in Betrieb nehmen. Am Mittellandkanal in Mehrum ist in den vergangenen Monaten eine weitere große Lagerhalle für Getreide und Dünger gebaut worden. Die RWG, die ihre Hauptaufgabe darin sieht, die Erzeugnisse der hiesigen landwirtschaftlichen Betriebe erfolgreich zu vermarkten, hat in den vergangenen Jahren ihren Standort am Mehrumer Hafen ausgebaut. Auf diese Weise kann sie Massengüter wie Getreide und Dünger kostengünstig liefern beziehungsweise einkaufen. Mit dieser konsequenten Strategie, den Anschluss an die internationalen Wasserwege auszubauen, „lagen wir in den letzten Jahren richtig“, sagt Geschäftsführer Cord Bösch. „Einen Großteil unseres Erfolges verdanken wir dieser Ausrichtung unseres Unternehmens.“ In diese Richtung werde man die Genossenschaft in den nächsten Jahren weiterentwickeln, kündigt er an.

Am Mehrumer Hafen am Mittellandkanal (rechts oben) hat die Raiffeisen-Genossenschaft eine weitere Lagerhalle (oben) für Dünger und Getreide errichtet. Quelle: privat

Von Anette Wulf-Dettmer

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