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Schüler der Klasse 5.1 nehmen Elektrogeräte aus dem Koffer, in dem Gegenstände sind, die 2006 gebräuchlich waren.

Schüler der Klasse 5.1 nehmen Elektrogeräte aus dem Koffer, in dem Gegenstände sind, die 2006 gebräuchlich waren.
© Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze

Fünftklässler sind Klimakillern auf der Spur

Der Stromverbrauch steigt trotz energieeffizienter Elektrogeräte. Woran das liegt und wie der Energiebedarf zum Schutz des Klimas zu verringern ist, war Thema in der Aurelia-Wald-Gesamtschule.

Uetze.  Wir verbrauchen heute mehr Strom als 1983, obwohl die Elektrogeräte inzwischen mit viel wenige Energie auskommen. Zu diesem Ergebnis sind am Dienstag die Fünftklässler der Aurelia-Wald-Gesamtschule während eines Klimaworkshops mit Eckhard Steinmüller vom Jugendaktionsnetzwerk Umwelt- und Naturschutz (JANUN) gekommen.

Steinmüller hatte drei Koffer mitgebracht. In dem ersten waren Gebrauchsgegenstände, wie man sie 1960 benutzt hat, zum Beispiel ein Handrührgerät, ein Fächer und eine Brotmaschine mit einer  Handkurbel. Das einzige Gerät, das Stom benötigte, war ein Telefon. In zweiten Koffer waren ein Mixer, eine Spielesammlung und andere Dinge aus dem Jahr 1983. Etwa die Hälfte der Sachen wurde mit Strom betrieben. Im dritten Koffer befanden sich  Elektrogeräte, die 2006 gebräuchlich waren - etwa eine Spielkonsole, ein Ventilator und ein Handy.

Jungen und Mädchen aus der Klasse 51 zeigen Gegenstände, die 1960 gebräuchlich waren

Jungen und Mädchen aus der Klasse 5.1 zeigen Gegenstände, die 1960 gebräuchlich waren.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

„Es sind immer mehr Stromgeräte geworden“, stellte ein Mädchen fest. Anhand einer Halogenlampe und einer LED-Leuchte sowie Energieeffizienzklassen für Elektrogeräte erarbeitete Steinmüller mit den Schülern, dass infolge des technischen Fortschritts die Geräte selbst zwar weniger Energie verbrauchen als früher, doch der Stromverbrauch insgesamt von von 1960 bis 1983 kräftig gestieg. Der Grund: Immer mehr Elektrogeräte haben handbetriebene Geräte verdrängt. Auch danach ist der Energiebedarf trotz weiter verbesserter Effizienz gewachsen, weil immer mehr Elektrogeräte benutzt werden. Allerdings ist der Anstieg seit 1983 nicht mehr so kräftig.

„Was ist am Strom gut?“ fragte Steinmüller. Er erleichtert den Menschen die Arbeit und hilft Zeit zu sparen, erkannnten die Schüler. Ob die Elektrizität auch Nachteile habe, wollte Steinmüller ebenfalls wissen. „Bei der Stromproduktion wird viel Kohlendioxid ausgestoßen, und das ist nicht gut für die Umwelt“, antwortete eine Fünftklässlerin. Kohlendioxid entstehe beim Verbrennen von Kohle in Kraftwerken, ergänzte ein Junge. Steinmüller wies darauf hin, dass in Deutschland und auch weltweit immer noch der meiste Strom von Kohlekraftwerken erzeugt wird. „Wie kann man das Klima schonen“, wollte Steinmüller zum Schluss wissen. Ein Mädchen riet dazu, zu Hause Strom zu sparen. Zum Beispiel könne man LED-Leuchten einbauen.

Gefördert wurde der Klimaworkshop von der Klimaschutzagentur Region Hannover. Zum Klimaschutzaktionsprogramm, das die Klimaschutzagentur 2010/11 für die Gemeinde Uetze aufgestellt hat, gehört auch, das Umweltbewusstsein von Kindern zu wecken.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller


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Uetze ist ...

  • ... eine Gemeinde zwischen Hannover, Peine und Celle mit 20.000 Einwohnern.
  • ... gelegen an den Flüssen Fuhse und Erse.
  • ... eines der größten Zwiebelanbaugebiete Deutschlands. Nicht umsonst feiert man hier jährlich das Zwiebelfest.
  • ... Standort gleich für zwei Freibäder und für den Erse-Park.
  • ... 6x pro Woche Thema im Anzeiger, die als Heimatzeitung in Uetze der Neuen Presse beiliegt. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.