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Region Uetze Nachrichten Teerkerle bringen die Pumpen auf Vordermann
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00:22 02.04.2018
Die Teerkerle Dieter Sieber (von rechts) und Manfred Kindel erläutern Sparkassenfilialleiter Olaf Pramann die geplante Sanierung der Pumpen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Hänigsen

 Die Teerkerle des Hänigser Heimatbunds wollen das Freigelände des Hänser Teermuseums für Besucher attraktiver machen. Sie wollen in den nächsten Monaten die vier Tiefpumpen sanieren, die auf dem Kuhlenberg stehen. Außerdem planen sie, eine der vier Pumpen, die auch Pferdeköpfe genannt werden, so herzurichten, dass sie sie den Gästen im Betrieb vorführen können.

Für das Projekt hat der Heimatbund eine Geldspritze von der Sparkasse Hannover bekommen. Olaf Pramann, der ab dem 1. April die Sparkassenfilialen in Hänigsen und Uetze leiten wird, überreichte am Gründonnerstag einen Scheck über 1000 Euro.

„Wir werden die Pumpen zunächst reinigen, dann grundieren und streichen“, berichtete Teerkerl Dieter Sieber dem Filialleiter. „Wir werden möglichst Originalfarbe verwenden, die wetterbeständig, aber auch teuer ist“, fügte Sieber hinzu. 2014 hatten die Teerkerle eine Pumpe versuchsweise mit normaler Farbe gestrichen. „Die ist in kürzester Zeit wieder verwittert“, bedauerte der Hängiser.

Weil sich die Teerkerle nur einmal in der Woche mitwochvormittags zu Arbeitseinsätzen auf dem Museumsgelände treffen, geht Sieber davon aus, dass die Sanierung der Pferdeköpfe vier bis fünf Monate dauern wird. „Ich rechne damit, dass wir in etwa in einem Monat eine Pumpe schaffen“, sagt Sieber. 

„Eine Pumpe wollen wir funtkionstüchtig machen, um sie im Betrieb zu zeigen“, kündigt er an. Der Pferdekopf werde zwar kein Erdöl fördern, aber die für ihn typische Nickbewegung machen. „Wir müssen den Pumpenmotor überprüfen, ob wir ihn reparieren können oder ob wir einen neuen anschaffen müssen“, berichtet Sieber. Die Vorführpumpe müsse auch mit Strom versorgt werden, dafür müsse ein unterirdisches Starkstromkabel vom früheren Maschinenhaus, das auf dem Gelände steht, zum Motor verlegt werden. „Dafür benötigen wir einen Kleinbagger“, weiß der Hänigser.

Teerkerl Thomas Degro schätzt, dass im vorigen Jahr „an die 1000 Besucher“ im Hänser Teermuseum waren, wenn man die Schulklassen und die Besucher des ökumenischen Gottesdienstes am Himmelfahrtstag auf dem Kuhlenberg mitzählt. Gruppen, die einen Termin für Führungen vereinbaren wollen, sollen sich an Manfred Kindel, Telefon (05147) 8181, wenden. Das Prunkstück des Museums ist eine restaurierte Teerkuhle, aus der die Teerkerle Erdöl abschöpfen, das in der Grube mit dem Grundwasser an die Oberfläche tritt.

Diese Flasche ist mit Erdöl gefüllt, das die Teerkerle aus der restaurierten Teerkuhle abgeschöpft haben. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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