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13:29 29.08.2018
Thomas Degro führt einen Molchhahn vor. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Hänigsen

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Hänser Teeermuseums, die Teerkerle, wollen jetzt auch die frühere Maschinenhalle der einstigen Bohrfirma Bauler als Ausstellungsraum nutzen. „Im eigentlichen Museum beschränken wir uns auf den Kuhlenberg und die Umgebung bis Nienhagen“, sagt Teerkerl Thomas Degro. Exponate zu anderen Orten, an denen es wie in Hänigsen Teerkuhlen gab, wollen die Teerkerle in der Maschinenhalle zeigen.

Im großen Raum der Halle präsentieren sie bereits eine Fotoserie mit historischen Aufnahmen aus Oelheim (Landkreis Peine) und ein Modell eines Bohrturms, der dort einmal stand. In einer anderen Ecke des großen Raums stellen die Museumsmitarbeiter Exponate zum Thema Reinigungsmolch aus. „Ein Molch ist ein Reinigungs- und Inspektionsgerät für Rohrleitungen“, erläutert Degro. Früher seien die Molche aus Holz oder Leder gewesen. Heute seien sie mit Kunststoffmanschetten ummantelt. „Wir sind stolz darauf, dass wir auch ein Exemplar aus Holz haben“, sagt Degro.

In die Rohrleitungen auf Ölfeldern werden sogenannte Molchhähne eingebaut. Diese dienen dazu, die Molche in die Ölleitungen einzuführen. Einen Molchhahn und einen Videofilm, der das Prinzip des Molchens den Museumsbesuchern veranschaulicht, hat die Firma Hartmann Valves, die auf diese Technik spezialisiert ist, dem Hänser Teermuseum zur Verfügung gestellt.

Die ehemaligen Garage der Maschinenhalle wollen die Teerkerle ebenfalls zu einem Ausstellungsraum machen. Dort sollen klobige Werkzeuge wie Bohrmeißel, Schäkel und riesige Schraubenschlüssel gezeigt werden. In einem Regal steht zum Beispiel eine Spülungskommode. „Sie hat nichts mit Omas Kommode im Schlafzimmer zu tun“, stellt Teerkerl Rudolf Baumeister klar. Sie werde beim Auseinaderschrauben eines Bohrgestänges als Spritzschutz über das Gestänge gestülpt.

Rudolf Baumeister öffnet eine sogenannte Spülungskommode. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Im bisherigen Museumsgebäude stellen die Teerkerle nach wie vor Modelle von Förderpumpen und Bohranlagen aus. Den Modellen haben sie dazu passende Fotos zugeordnet. Auf dem Freigelände können sich die Besucher eine restaurierte Teerkuhle, vier Erdölförderpumpen, zwei Ölbehälter, den Nachbau eines hölzernen Förderturms und eine restaurierte Teerkuhle anschauen.

Gruppen können Termine für Führungen mit Degro, Telefon (05136) 9723700, Baumeister, Telefon (05136) 4314, und Manfred Kindel, Telefon (05147) 8181, vereinbaren.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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