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Nachrichten Turmfalken brüten im Eulenkasten
Region Uetze Nachrichten Turmfalken brüten im Eulenkasten
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00:21 02.04.2018
Einer der beiden Turmfalken sonnt sich im Einflugloch, hinter dem der Naturschutzbund im Glockenturm einen Eulennistkasten angebracht hat. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Eltze

 Der Heimatverein hat zwei Mieter in seinem Glockenturm, der neben dem Heimatmuseum steht. Sie haben dort kostenlos Logis. Es handelt sich nämlich um ein Turmfalkenpärchen, das in einem Schleiereulenkasten brütet. 

Diese Nisthilfe für Eulen hatte der Naturschutzbund (Nabu) nach Auskunft des Naturschutzbeauftragten für die Gemeinde Uetze, Erhard Zander, im Dezember 2001 im Turm aufgehängt und in das Mauerwerk ein Einflugloch gestemmt. Außerdem habe der Nabu später außen einen Nistkasten für Turmfalken angebracht. Im Eulenkasten brüteten nach den Unterlagen des Naturschutzbeauftragten Erhard Zander von 2002 bis 2007 Schleiereulen. Eine weitere Brut habe es 2012 gegeben, berichtet Zander.

2009 nahmen erstmals Turmfalken den Eulenkasten in Beschlag, um darin zu brüten und ihre Jungen aufzuziehen. „Inzwischen sind sie da seit Jahren zu Hause“, sagt Wilfried Weichbrodt, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins. Selbst das Glockengeläut störe sie nicht. Als der Heimatverein Ende 1999 die katholische Kirche in Eltze erwarb, um darin ein Museum einzurichten, wurde vereinbart, dass die katholische Kirchengemeinde weiterhin bei besonderen Anlässen läuten darf.

Dass Turmfalken in einen Eulenkasten einziehen, komme hin und wieder vor. Es sei aber sehr, sehr selten, dass sich Falken und Schleiereulen eine Nisthilfe teilten, sagt Zander. Die Turmfalken brüteten vorn, weil sie tagsüber durch das Einflugloch ins Freie gucken wollten. Die Schleiereulen brüteten im hinteren Teil, weil es dort dunkler sei. In Eltze haben laut Zander seit einigen Jahren allein die Falken den Nistkasten belegt.

„Es ist sehr interessant, die Greifvögel zu beobachten“, sagt Weichbrodt. Das lohne sich besonders, wenn die jungen Falken geschlüpft seien und gefüttert würden.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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