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00:15 28.12.2017
Gut 30 Besucher genießen den zweiten Lichterglanz. Quelle: Privat
Hänigsen

 Gerade erst liegt der Heiligabend hinter Ines Skobjin und ihren Helfern, da denkt die Leiterin des Projekts Lichterglanz bereits an jenem im nächsten Jahr. Denn angesichts der großen Nachfrage, die sie in den vergangenen Wochen erfahren hat, kann sie sich eine Fortsetzung durchaus vorstellen. Bestärkt darin hat sie zudem die gute Stimmung bei der gemeinsamen Weihnachtsfeier von gut 30 Besuchern im Dorftreff – wobei Skobjin im Vorfeld etwa 15 Interessenten absagen musste.

„Im vergangenen Jahr habe ich den Lichterglanz erstmals angeschoben und durchgeführt, damit Alleinstehende den Abend nicht allein verbringen müssen“, sagt die Hänigserin. Über eine Fortsetzung habe sie bis Oktober immer mal wieder nachgedacht, aber: „Wir haben in diesem Jahr so viel gearbeitet, dass ich eigentlich darauf verzichten wollte.“ Dann aber sprach eine Besucherin aus dem Vorjahr sie an und bezeichnete den Lichterglanz als schönstes Weihnachtsfest seit der Kindheit. „Das gab dann den Ausschlag, den Abend noch einmal zu organisieren.“

Geholfen haben dabei nicht nur Ehrenamtliche aus der Kunstspirale und dem Dorftreff, Unterstützung kam auch vom DRK, dem Ortsrat und ortsansässigen Unternehmern. „Damit war die Finanzierung gesichert“, sagt Skobjin. Sie nahm seit Oktober die Anmeldungen entgegen und kaufte für jeden Besucher passgenau ein kleines Geschenk. Denn nicht nur Alleinstehende fanden den Weg in den Dorftreff: „Es war ein bunter Querschnitt durch die Gemeinde – Singles und Familien, Junge und Alte, Einheimische und Flüchtlinge.“

Sie alle erhielten von Weihnachtsmann Peter Brandes eine kleine Gabe, ehe sie gemeinsam Reh- und Gänsekeule, Rotkohl und Kartoffeln verspeisten. Danach stand das Ausprobieren der neuen Spiele bei den Jüngsten hoch im Kurs, während die Älteren den Abend für Gespräche nutzten. „Der Lichterglanz ist meine Herzensangelegenheit“, sagt Skobjin, die für das nächste Jahr bereits einen größeren Raum anpeilt, um nicht wieder so vielen Menschen absagen zu müssen. Denn das sei gelebte Integration: „Wir öffnen allen die Türen zu unseren Festen.“

Von Antje Bismark

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