Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Brandschutz bereitet unerwartete Probleme
Region Uetze Nachrichten Brandschutz bereitet unerwartete Probleme
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:40 02.06.2018
Der Abstand zwischen dem Blauen Haus (rechts) und dem Kindergarten Wichtelhaus (links) beträgt nur vier Meter. Das ist nach dem Brandschutzgesetz zu wenig, wenn das Grundstück geteilt wird, auf dem beide Gebäude stehen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Dollbergen

Der Heimatverein will das Blaue Haus, die 1950 erbaute Behelfsschule des Dorfes, von der Gemeinde übernehmen. Die ist auch bereit, das für die Dorfgeschichte bedeutsame Gebäude dem Heimatverein zu übertragen. Doch nun ist ein unerwartetes Problem beim Brandschutz aufgetaucht, welches das Vorhaben infrage stellt. Der Heimatvereinschef Henning Rase wünscht sich eine schnelle Lösung des Problems. „Wir wollen Planungssicherheit“, sagt er.

Bei den Vorbereitung der Übergabe hat der kommunale Eigenbetrieb Gebäudeservice und Bauhof festgestellt, dass das Blaue Haus, das Siedlerheim, der Kindergarten Wichtelhaus und das alte Feuerwehrgerätehaus auf einem Grundstück stehen. Um einen Erbbaurechtsvertrag für die frühere Behelfschule abschließen zu können, müsste das Grundstück geteilt werden. Danach stünden Blaues Haus und Kindergarten, zwischen denen nur vier Meter Platz ist, auf zwei verschiedenen Parzellen. Nach dem Brandschutzgesetz reicht der Abstand zwischen den Gebäuden, die dann zwei verschiedene Besitzer hätten, nicht aus.

Dass sich das Siedlerheim direkt an das Blaue Haus anschließt, scheint hingegen kein Problem zu sein. Nach Rases Kenntnis trennt eine Brandmauer beide Gebäude.

Der Heimatverein steht nach den Worten seines Vorsitzenden bei der Suche nach neuen Räumen unter Zeitdruck. Der Verein müsse demnächst seinen Raum in der Schule, in dem er sein Archiv untergebracht hat, aufgeben. Nach Rases Ansicht ist die Gemeinde am Zug, eine schnelle Lösung für die Übertragung des Blauen Hauses zu finden. „Sie muss die Sache jetzt ernsthaft anpacken“, sagt er.

Der Abschluss eines Pachtvertrages ist nach seiner Meinung keine Lösung. Rase befürchtet, dass dann die Denkmalpflege nicht die geplante Fassadensanierung fördert und der Förderverein auch keine Zuwendung aus dem Leader-Förderprogramm der Europäischen Union für einen Umbau im Gebäude bekommt. Ein Umbau ist erforderlich, damit der Verein es sinnvoll nutzen kann. Es fehlen zum Beispiel Toiletten im Erdgeschoss. Die Lokale Aktionsgruppe der Leader-Region Aller-Fuhse-Aue, die ein entscheidendes Wort bei der Verteilung der Zuschüsse spricht, will sich das Haus am 14. Juni anschauen, um sich ein Bild von dem Vorhaben zu machen.

Nach den Worten von Gemeindesprecher Andreas Fitz ist eine Lösung für den Brandschutz noch nicht in Sicht. „Der Eigenbetrieb ist derzeit mit anderen Aufgaben beschäftigt. Sobald sich etwas Neues ergibt, gehen wir auf den Heimatverein zu“, sagt Fitz.

Die damalige Gemeinde Dollbergen hat das Blaue Haus 1950 als Behelfschule gebaut, weil die Schülerzahl nach dem Zweiten Weltkrieg wegen des Zuzugs von Flüchtlingsfamilien stark gestiegen war. Solche Schulen wurden auch in anderen Orten aus Holz errichtet. Fast alle sind später abgerissen worden, weil sie nicht mehr benötigt wurden.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Busfahrten von Dedenhausen nach Uetze dauern ein kleine Ewigkeit. Daher hat die Dedenhausener Zukunftswerkstatt das Projekt Mitfahrbank ins Leben gerufen.

02.06.2018

Klaus Cording und Thorsten Korn haben in Hänigsen eine Marktlücke für barrierefreie und behindertengerechte Wohnungen ausgemacht. An der Alten Bahnhofstraße lassen sie deshalb zwei Mietshäuser bauen.

01.06.2018

Die Radler des ADFC müssen in Eltze lange auf den historischen Salztransport warten. Zwischen Bröckel und Abbeile hatte sich dem Tross unverhofft ein Hindernis in den Weg gestellt.

31.05.2018