Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Zuschuss fürs Freibad: Erst Fotos –dann Geld
Region Uetze Nachrichten Zuschuss fürs Freibad: Erst Fotos –dann Geld
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:59 09.03.2018
Manfred Eberl (links) und Rainer Lindenberg zeigen das Hinweisschild, dass die Badgenossenschaft für die Beckensanierung Geld aus dem Leader-Förderprogramm der Europäischen Union erhält. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Anzeige
Hänigsen

 Die Europäische Union (EU) fördert die derzeit laufende Sanierung des Schwimmerbeckens im Hänigser Freibad mit 170.000 Euro aus ihrem Leader-Programm. Um das Geld zu bekommen, muss die Badgenossenschaft am Eingang ein Hinweisschild auf die EU-Förderung aufhängen. Doch das ist bei Weitem nicht die einzige Auflage, die mit der Förderung verbunden ist und zusätzliche Arbeit für die Ehrenamtlichen verursacht. Angesichts der Höhe des Zuschusses hält Rainer Lindenberg, Vorstandssprecher der Genossenschaft, den Mehraufwand für gerechtfertigt.  

Angefangen habe es damit, dass die Genossenschaft nicht einfach ein Planungsbüro ihrer Wahl habe beauftragen können, berichtet der Hänigser. Vor der Auftragsvergabe musste der Vorstand drei Angebote einholen.  Das Planungsbüro habe dann die Leistungsverzeichnisse für die Ausschreibungen angefertigt.

„Jedes Gewerk mussten wir gemäß der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) ausschreiben“, sagt Lindenberg. Jörg Trautmann, Leiter des Rechnungsprüfungsamtes der Gemeinde, habe der Genossenschaft bei der schwierigen Aufgabe geholfen, alle Klauseln der VOB zu beachten.

Für die Betonarbeiten und das Auskleiden des Beckens mit einer Folie war sogar eine europaweite Ausschreibung erforderlich. Doch kein Betonbauer gab ein Angebot ab. So musste die Genossenschaft erneut ausschreiben. Das hatte laut Vorstandsmitglied Manfred Eberl zufolge, dass die Sanierung nicht wie geplant im Oktober, sondern erst im Februar beginnen konnte. Trotz der Vorgaben des öffentlichen Vergaberechts habe die Genossenschaft drei Gewerke an Firmen aus der Gemeinde Uetze vergeben können, betont Lindenberg.

Eberl weist darauf hin, dass die Genossenschaft auch alle Arbeiten dokumentieren muss. So müsse sie mit den Rechnungen Fotos einreichen, um nachzuweisen, dass die Arbeiten auch tatsächlich ausgeführt worden sind, berichtet Eberl. Lindenberg schätzt, dass die Genossenschaft bereits rund 500 Seiten an Unterlagen beim Amt für regionale Landesentwicklung abgegeben hat. „Der Aufwand ist voll verständlich“, sagt Lindenberg. So sei ein Missbrauch der EU-Förderung ausgeschlossen.

Die Genossenschaft finanziert ihr 300 000-Euro-Bauprojekt mit dem Leader-Zuschuss  und Rücklagen, die sie für die Beckensanierung gebildet hat. „Wir müssen nur einen Kredit für die Zwischenfinanzierung aufnehmen“, berichtet Lindenberg. Die Firmen hätten ihr Geld sofort verlangt. Hingegen dauere es einige Zeit, bis das Geld der EU fließe. Wenn die 170 000 Euro auf dem Genossenschaftskonto seien, habe sich der Aufwand gelohnt.

Abbruchfirma entfernt Fliesen

Trotz des Winterwetters ist das Schwimmerbecken im Hänigser Freibad eine Baustelle. Angefangen hatte die Beckensanierung Anfang Februar mit dem Bau einer Baustraße vom Schützenplatz zum Bassin. Derzeit entfernt eine Abbruchfirma aus Hänigsen die Fliesen an den Beckenwänden und den losen Estrich vom Beckenboden. Nach Abschluss der Abbrucharbeiten bessert eine Betonbaufirma den Estrich aus und putzt die Beckenwände. Danach wird ein weiteres Unternehmen in das Becken bis zur Edelstahlverkleidung eine Folie einziehen. Der letzte Arbeitsschritt wird die Entsorgung des Abbruchmaterials sein. Die Saisoneröffnung ist für den 1. Mai geplant.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Gibt es eine bessere Einstimmung auf die Osterferien als einen Kinonachmittag? Die Jugendgruppe Dollbergen-Schwüblingsen meint nein und lädt alle Grundschüler zu Hop –Osterhase oder Superstar? ein.

08.03.2018

Der Entwurf für das Baugebiet Westlich Dollberger Straße muss geändert werden. Ortsrat und Ratsausschuss beraten über die geplante Nachverdichtung in dieser Woche.

08.03.2018

12 Einsätze haben die Schwüblingser Feuerwehrleute in 2017 absolviert – vor allem Sturm und Unwetter beschäftigten sie. Bei der Jahresversammlung stand jedoch Judith von Grünhagen im Vordergrund.

04.03.2018
Anzeige