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Am Ortsausgang Richtung Oelerse hat der Dollberger Heimatverein vor einigen Jahren eine Streuobstwiese mit einer Informationstafel angelegt.

Am Ortsausgang Richtung Oelerse hat der Dollberger Heimatverein vor einigen Jahren eine Streuobstwiese mit einer Informationstafel angelegt.
© Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze

Bürger spendet 5000 Euro für Streuobstwiese

Dollbergen wird um eine Attraktion reicher. Dank eines großzügigen Spenders wird die Gemeinde dort eine weitere Streuobstwiese und damit ein Paradies für Vögel anlegen.

Dollbergen.  Es gibt noch Mäzene, die im Hintergrund bleiben wollen. Ein Gönner, dessen Name anonym bleiben soll, hat der Gemeinde 5000 Euro gespendet. Für das Geld soll die Kommune in Dollbergen eine zweite Streuobstwiese anlegen.

Nach Auskunft des Rathaussprechers Andreas Fitz wird die Gemeinde den Wunsch des Spenders erfüllen. Umweltsachbearbeiter Johannes Leßmann habe dafür bereits ein Grundstück ins Auge gefasst. Einzelheiten der Umsetzung müsse Leßmann jedoch noch klären.

Laut Fitz erhält die Gemeinde ein- oder zweimal im Jahr Geld von anonymen Spendern. 5000 Euro sind nach seinen Worten allerdings eine Ausnahme: „In der Regel sind die Beträge nicht so hoch wie diesmal.“

In Dollbergen besteht bereits eine Streuobstwiese. Auf einer Fläche am Ortsausgang Richtung Oelerse hat der Heimatverein vor einigen Jahren hochstämmig Obstbäume alter Sorten wie Holsteiner Cox, Kaiser Wilhelm, Celler Dickstiel, Große Schwarze Knorpelkirche und Clapps Liebling gepflanzt und dort eine Informationstafel aufgestellt.

An dieser Informationstafel können Interessierte Wissenswertes über Streuobstwiesen nachlesen

An dieser Informationstafel können Interessierte Wissenswertes über Streuobstwiesen nachlesen.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Auf der Tafel können Interessierte nachlesen, dass sich früher ein Großteil der Bevölkerung mit der eigenen Obsternte versorgt habe. Streuobstwiesen seien ein Paradies für Vögel. In den Hohlräumen der hochstämmigen Baume könnten Steinkäuze und Fledermäuse nisten. Die faulenden Früchte am Boden und Wiesenblumen lockten Schmetterlinge, Fliegen, Wespen, Käfer und Vögel an. Die Blüten der Bäume dienten Bienen, Hummeln und Schmetterlingen als Nahrungsquelle. Zudem seien die Streuobstwiesen ein belebendes Landschaftsselement: „Gerade die Obstbaumblüte im Frühling bietet einen sehr schönen Anblick“, heißt es auf der Tafel.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller


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