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UNTERM AUTO: Tüv-Prüfer bei der Arbeit.

UNTERM AUTO: Tüv-Prüfer bei der Arbeit.
© dpa

SICHERHEIT IM STRASSENVERKEHR

Tüv-Report: Entwicklung erfreulich

Die Autos von heute sind qualitativ meist besser als die von vor Jahren – und daher fallen weniger bei der Hauptuntersuchung durch, sagt der Tüv Nord in Hannover. Doch selbst wenn hochgerechnet ein paar tausend weniger unsichere Fahrzeuge durch die Region rollen – unterm Strich sind es wohl noch rund 170 000, die eine Gefahr für sich und andere darstellen.

HANNOVER. Alle Jahre wieder kommt der „Tüv-Report“ – und listet auf, welche Fahrzeuge weniger Mängelanfällig sind und wo man eher mit einem Werkstattbesuch oder schlimmerem rechnen muss. In diesem Jahr meldet der Tüv Nord in Hannover ein aus seiner Sicht „erfreuliches Ergebnis“: Schon zum vierten Mal in Folge sei die Zahl der Fahrzeuge, die im Verlauf der letzten zwölf Monate mit erheblichen Mängeln zur Hauptuntersuchung vorfuhren, gesunken: „Von 22,9 auf 22,3 Prozent“ – allerdings bedeute das immer noch, dass „mehr als jedes fünfte Auto so schwerwiegende Mängel hat, dass es erst repariert werden muss“, ehe es die Plakette gibt.

Für Hannover selbst sieht die Bilanz so aus: Knapp über 70 Prozent aller Autos, die hier an einer Tüv-Station zur HU vorfuhren, bekamen sofort eine neue Plakette, bei 55 Prozent fanden die Prüfer sogar gar keine Mängel. Allerdings waren es erneut fast 30 Prozent Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln, die damit durchfielen und zur Nachprüfung mussten. Unterm Strich bewegt sich das für Hannover alles auf Vorjahresniveau. Tüv-Sprecher Rainer Camen erinnert jedoch daran, dass hinter den Zahlen eine Menge Autos stecken, die da womöglich nicht verkehrssicher unterwegs sind.

Die NP hat nachgerechnet: Allein in der Region Hannover sind rund 565 000 Fahrzeuge (Pkw, Lkw, Zweiräder) mit dem Kennzeichen H angemeldet. Sind davon auch 30 Prozent verkehrsunsicher, macht das fast 170 000 Gefahrenquellen, die täglich über unsere Straßen rollen. Wohl weniger als in der Vergangenheit, wohl um 2800 weniger als im Vorjahr, aber immer noch sehr viel.

Im Vergleich mit anderen großen Städten im Bereich des Tüv Nord bewegt sich Hannover laut Camen „im Mittelfeld“, was den Anteil von Autos mit erheblichen Mängeln angeht: Hamburg 31,5 Prozent, Kiel 30,7, Dortmund 28,2 Bremen 29,9 und Hannover eben 29,3.

Im Schnitt waren die bei Tüv Prüfern vorgeführten Fahrzeuge 9,9 Jahre alt und hatten 102 000 Kilometer auf dem Tacho. Als mit am wenigsten Mängeln behaftet erwiesen sich in ihrer Klasse jeweils der Mercedes SLK, Opel Adam, Mazda 2, Mercedes A-Klasse, Volvo V40, Golf Sportsvan und der Mercedes GLK.

Von Ralph Hübner