Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Wird die Außenstelle der Janusz-Korczak-Schule geschlossen?
Region Springe Nachrichten Wird die Außenstelle der Janusz-Korczak-Schule geschlossen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:51 26.09.2018
Die Region überlegt, die Klassen aus Bredenbeck nach Springe in die Janusz-Korczak-Schule zu holen. Quelle: Foto: Juliet Ackermann
Springe/Bredenbeck

Gibt die Region den Standort der Janusz-Korczak-Schule in Bredenbeck auf und holt die Schüler nach Springe? Die Region bestätigt auf Anfrage, dass es erste Überlegungen zur Schließung der Außenstelle gibt.

Kooperation mit Grundschule

„Seit vielen Jahren hat die Janusz-Korczak-Schule, Förderschule der Region Hannover, eine Kooperation mit der Grundschule Bredenbeck“, betont Regionssprecherin Carmen Pförtner. Derzeit werden dort zwei Klassen unterrichtet. „Vor dem Hintergrund ausreichender Raumkapazitäten am Hauptstandort und der zwischenzeitlich verbindlich eingeführten Inklusion sind erste Überlegungen zur Aufgabe der Außenstelle angestellt worden um alle Klassen perspektivisch wieder am Hauptstandort zu unterrichten“, bestätigt Pförtner.

Gespräche seit einer Woche

Dazu seien bereits in der vergangenen Woche die ersten Gespräche zwischen den Schulträgern geführt worden – inoffiziell am Rande der Schulamtsleitertagung. „Da bisher noch nicht mit allen Beteiligten darüber gesprochen wurde, ist es viel zu früh, um konkrete Aussagen dazu tätigen zu können.“

Gegründet wurde die Schule bereits 1982 – damals unter dem Namen Schule für Geistigbehinderte mit 46 Schülern in der Trägerschaft des Landkreises Hannover. 1983 folgte die Umbenennung, Namensgeber ist der jüdisch-polnische Arzt, Schriftsteller und Humanist Janusz Korczak. Die Schule ging aus einer Tagesbildungsstätte der Lebenshilfe und Klassen der Schule für Lernbehinderte hervor. Im Oktober 1987 wurde der erste Anbau fertiggestellt, der die Raumnot der Schule lindern sollte, 2004 wurde ein Klassenraum-Container auf dem Gelände errichtet. Doch auch das reichte nicht aus.

Bedarf ist stetig gewachsen

Wenige Meter neben dem damaligen Standort am Ortsausgang wurde dann auf dem Bruche neu gebaut. Nach mehreren Verzögerungen konnten die Schüler erst im Juni 2008 in den Neubau umziehen. Kostenpunkt: 7,8 Millionen Euro. Der Umzug war fast 30 Jahre lang im Gespräch, scheiterte aber immer wieder. Schon im November 2003 hatte die Regionsversammlung den Neubau beschlossen. Weil das Geld fehlte, wurde der Spatenstich jedoch Mal für Mal verschoben, die Verhandlungen gerieten ins Stocken.

Um die akute Raumnot in den Griff zu bekommen, wurde die Außenstelle in Bredenbeck eröffnet – auch, weil sich die Pläne zum geplanten Neubau immer wieder verzögerten. Die Region hatte 2005 die Grundschule Bredenbeck umgebaut, sodass dort Schüler unterrichtet werden konnten – eher aus der Not heraus, weil in Springe die Räume fehlten. 2007 zog eine zweite Klasse aus Springe nach Bredenbeck um, wo die Kinder mit Grundschülern unterrichtet werden. Als der Neubau dann in Springe kam, hieß es 2007 noch, die Kooperation mit der Grundschule Bredenbeck solle damit nicht enden. 2008 unterschrieben die damaligen Schulleiter Susanne Löscher von der Janusz-Korczak-Schule und Manuela Kiese eine Kooperationsvereinbarung. Die Zusammenarbeit, hieß es damals, lohne sich für beide Seiten.

Von Saskia Helmbrecht