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Entspricht nicht den Anforderungen: Völksenes Feuerwehrhaus soll durch einen Neubau ersetzt werden. FOTO: HELMBRECHT

Entspricht nicht den Anforderungen: Völksenes Feuerwehrhaus soll durch einen Neubau ersetzt werden. FOTO: HELMBRECHT

Völksen

Ortsbrandmeister fordert schnell neues Gerätehaus

Das neue Gerätehaus in Völksen soll nun deutlich später gebaut werden als ursprünglich geplant. Deshalb sind die Mitglieder verärgert, und der Ortsbrandmeister schrieb einen Brandbrief an die Politik und unterstrich die Dringlichkeit eines Neubaus.

Völksen. Die Enttäuschung ist groß bei den Mitgliedern der Völksener Ortsfeuerwehr: Dass ihr neues Gerätehaus nun deutlich später gebaut werden soll als ursprünglich vorgesehen, veranlasste Ortsbrandmeister Alexander Klockemann dazu, einen dringenden Appell an die Politik zu richten. Diese solle „Druck auf die Verwaltung ausüben“.

Klockemann, der nicht an der Ortsratssitzung in Völksen teilnehmen konnte, ließ einen eindringlichen Appell an die Ortsratsmitglieder verlesen. In dem Brief stellte er die enorme Dringlichkeit des Neubaus heraus – und betonte, dass der Feuerwehr durch die Verschiebung nun „alle Planungsgrundlagen“ genommen worden seien. Über die Planänderung hätten er und seine Kameraden zudem erst aus der Zeitung erfahren.

Dass das kein guter Stil sei, darüber waren sich im Ortsrat alle einig – eingeschlossen Friedrich Mattiszik, der für die CDU auch im Feuerschutzausschuss sitzt und somit an der umstrittenen Entscheidung beteiligt war. „Die Politik ist genauso verärgert darüber wie die Feuerwehr“, versicherte er. Der Ortsrat müsse nun „sehr deutlich formulieren, dass er damit unzufrieden ist“. Zugleich sollten die Politiker aber „nicht blind draufloshauen, denn das hilft nur begrenzt“.

Für die Verwaltung stellte Gabriele Tegtmeyer heraus, dass es im Rathaus bedauert werde, dass die Ortsräte nicht aus den Fraktionen heraus über den neuen Zeitplan informiert worden seien. Immerhin seien diese auch an der Entscheidung beteiligt gewesen.

Ortsratsmitglied Phillipp Langrehr (SPD) betonte, dass es wichtig sei, dass der Brandbrief des Ortsbrandmeisters in Politik und Verwaltung „Beachtung findet“. Ortsbürgermeister Andreas Wietstock (SPD) sagte, er könne sich vorstellen, „dass wir als Ortsrat die Verwaltung eindringlich bitten“, den Bau nicht zu verschieben.

Friederike Schwabe, für die FDP mit Mandat im Ortsrat vertreten, meinte indessen, dass es „keinen Sinn macht“, einen Antrag zu stellen. „Das kommt durch keinen Ausschuss“, war sie sich sicher. Stattdessen möchte sie auf die Grundstücke setzen – und darauf, dass jene Bauprojekte vorgezogen werden, für die bereits ein Gelände gefunden sei. Dazu solle die Verwaltung eine Liste anfertigen.

Langrehr indes fragte sich, wie es überhaupt zu erklären ist, dass der Bau von neuen Feuerwehrhäusern in anderen Ortsteilen zeitlich vor dem Neubau in Völksen vorgesehen ist. Mattiszik führte das auf „die Gemengelage“ und die Tatsache, dass Grundstücke in einigen Orten nicht, in anderen aber schon zur Verfügung stünden, zurück. „Ich habe den Eindruck, dass die Verwaltung, wann immer es möglich ist, mit Planung und Bau loslegt.“

Genau darauf hofft man nun in Völksen. Denn immerhin gibt es in Völksen offenbar bereits ein denkbares Grundstück. Dessen Besitzer, ein Landwirt, ist aber nicht bereit, das Gelände an die Stadt zu verkaufen – er würde es lediglich gegen ein anderes Grundstück eintauschen.

Schlussendlich einigten sich die Ortsratsmitglieder in Völksen darauf, der Verwaltung eine Fußnote mit ihren Bedenken zukommen zu lassen. Der Brandbrief von Ortsbrandmeister Alexander Klockemann soll den Mitgliedern des Feuerschutzausschusses überdies während der nächsten geplanten Sitzung auch noch einmal vorgelegt werden.

Von Ralf T. Mischer


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