Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten 800 Besucher feiern beim Festival Rock am Deister
Region Springe Nachrichten 800 Besucher feiern beim Festival Rock am Deister
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:31 29.07.2018
Stagediving und viele Fans vor der Bühne: Rock am Deister bot am Sonnabend alles, was zu einem gepflegten Festival gehört. 
Anzeige
Völksen

Es ist eines der großen Highlights im Sommer – das Festival Rock am Deister. Ende Juli verwandelt sich der Festplatz in Völksen in ein großes Festivalgelände. Selbst die drückende Sommerhitze konnte am Sonnabend die Fans nicht stoppen. Sieben regionale und überregionale Bands traten dieses Jahr auf. Dense Objects, eine Band, die aus einem Springer Musikschulprojekt hervorging, eröffnete das Musikspektakel.

Rund 800 Besucher teilten gute Laune, Gelassenheit und Partystimmung auf dem Partygelände. Eingeheizt von Emerson Prime und Mouyé, jubelten und tanzten die Besucher vor der Bühne bei dem Auftritt der Ska-Punk-Band Wisecräcker aus Hannover. Zuvor sorgte das Duo Hage & Chiara auf der kleinen Mensenkamp-Bühne für ruhige Töne.

Ansonsten gab es bei dem Musikereignis alles, was das Publikum von anderen Festivals kennt: gute Musik, reichlich Bier und ordentliches Rahmenprogramm. Während die einen vor der Bühne tanzten, stöberten andere Besucher zwischen Fanartikeln. Wer wollte, konnte sich in der Pfadfinderjurte schminken lassen. Auch einen Bottich mit Seifenblasen stellte die Springer Pfadfindergruppe hin. Dort tummelten sich große wie kleine Festivalgänger gleichermaßen. Für jene, die es etwas ruhiger angehen lassen wollten, bauten die Veranstalter eine Beachbar mit einem Mini-Pool und einem Sandstrand auf.

Auch Julian Baruth und Mark Schlichting, die beiden Vorsitzenden des Vereins Rock am Deister, zeigten sich mit der Organisation zufrieden. Dieses Jahr legten die Festivalmacher noch eine Schippe drauf: „Wir haben noch mehr fürs Wohlgefühl und Familien gemacht“, sagte Baruth.

Fast hätte dem Musikereignis am Abend das Wetter einen Strich durch die Rechnung gezogen: Ausgerechnet während des Konzerts beendeten Sturzregen und Gewitter die lang anhaltende Hitzeperiode der vergangenen Wochen. Hier profitierte das Organisationsteam vom neuen Sicherheitskonzept der Stadt. Dessen Umsetzung habe zwar viel Arbeit beschert, sagte Baruth, habe sich aber gelohnt. Bereits im Vorfeld gab die Feuerwehr Unwetterwarnungen durc,h und das Technische Hilfswerk kümmerte sich um die Elektronik. „Uns kam das neue Sicherheitskonzept zugute und die Kommunikation mit dem THW lief sehr gut“, so Baruth.

Um den plötzlichen Sturzfluten zu entkommen, versteckten sich viele Besucher unter den Getränkeständen. Wer dort keinen Unterschlupf fand, flüchtete in die nah gelegene Eisenbahnunterführung, wo hartgesottene Fans bis zum Auftritt der Band „Eskalation“ ausharrten. Im Anschluss fand eine After-Festival-Party statt.

Von Patricia Szabo

Anzeige