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18:10 09.10.2018
Wo feiern die Schützen im nächsten Jahr. Quelle: Mischer (Archiv)
Springe

Zieht das Schützenfest 2019 auf den Burghof um? Sowohl der Standort in der Stadtmitte als auch der Festplatz an der Harmsmühlenstraße seien im Gespräch, betont Jagdklub-Chef Peter Böttcher, der persönlich den Burghof klar favorisiert.

Erst Anfang des neuen Jahres soll es ein Treffen mit dem Festwirt, der Stadt und dem ausrichtenden Verein geben – dabei sollen sowohl der Burghof, als auch der Festplatz besichtigt werden. „So stehen uns beide Türen offen“, sagt Böttcher. Dass eine endgültige Entscheidung erst Anfang 2019 getroffen werde, sei kein Problem für die Planungen – „das reicht vollkommen vom Zeitplan“. Fest steht: Böttcher will bei der Standortfrage alle Springer ins Boot holen. „Noch ist nichts in trockenen Tüchern, ich will alles genau durchdenken, bevor die Entscheidung fällt.“ Es gebe keine Zweifel daran, dass das Schützenfest im kommenden Jahr stattfinden werde, immerhin sei das Kreisschützenfest bereits angemeldet. Auch ein Festwirt stehe bereit. „Genaueres werde ich erst sagen, wenn alles steht. Es wird eben viel erzählt und gemunkelt, aber wir müssen erst einmal weitersehen.“

Die Stadt sei, so Böttcher, offen für eine Rückkehr auf den Burghof – das bestätigt auch Bürgermeister Christian Springfeld (FDP), der sich für den Standort in der Innenstadt starkmacht. Die Auflagen und Regelungen seien an beiden Standorten identisch – ein Sicherheitskonzept oder Brandschutzauflagen müssten an beiden Orten erstellt und beachtet werden. „Am Ende muss es der Veranstalter selbst wissen. Wenn wir irgendwie Wege bereiten können, helfen wir gerne“, betont Springfeld und ergänzt: „Wenn es dann zu den Gesprächen mit den Anliegern kommt, helfe ich und versuche zu vermitteln.“

Die Rückkehr auf den Burghof scheiterte zuletzt immer wieder an Anwohnerprotesten. Gegenwind bekamen die Anlieger wiederum von Springfeld, der die aus seiner Sicht überzogenen Streitigkeiten kritisierte. An der Harmsmühlenstraße hätten sich Anwohner ebenfalls über den Lärm beschwert. Auch in Sachen Lärmschutz ist Springfeld offen. Wie berichtet, kann – dank einer Ausnahmeregelung – in Springe bis 24 Uhr gefeiert werden, wenn die acht Stunden Ruhezeit eingehalten werden. Das gilt aber nur für „seltene Ereignisse“ und treffe demnach auf das Schützenfest zu, wie Springfeld betont. Aber auch ein früheres Ende der Feier führe nicht automatisch zum Scheitern einer Veranstaltung. Jüngstes Beispiel dafür ist das Fest des Musikzuges der Ortsfeuerwehr. „Die Musik war da recht früh aus, und es ist ein sehr gelungenes Fest gewesen“, sagt Springfeld. Viele Argumente sprächen aus seiner Sicht für die Ortsmitte. „Aber wir werden da keinen Einfluss nehmen.“

Von Saskia Helmbrecht