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Nachrichten Mann muss für falsches Bahnticket vor Gericht
Region Springe Nachrichten Mann muss für falsches Bahnticket vor Gericht
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18:56 04.10.2018
Das Ticket bitte: Nicht jedes Billett, das im Automaten gekauft werden kann, ist für jede Fahrt gültig. Quelle: Ralf T. MISCHER
Springe

Der einschlägig vorbestrafte Mann war im Januar mit der S-Bahn von Springe nach Hameln gefahren, sein gelöster Fahrschein war aber bis dorthin nicht gültig.

„Ich wusste nicht, dass es unterschiedliche Bezahlzonen gibt“, erklärte der Mann, der nach eigenen Angaben noch nicht lange in Springe lebt. Er habe ein Drei-Zonen-Ticket des Großraum-Verkehrs Hannover (GVH) gekauft und abgestempelt. Dass dies nicht bis Hameln gelte, sei ihm nicht bewusst gewesen. Seine Lebensgefährtin habe ihm aber auch schon vorgehalten, dass er sich mit dem Bedienen der Ticketautomaten nicht auskenne, sagte der Angeklagte.

Unumwunden räumte er ein, den falschen Fahrschein für seine Zugfahrt gezogen zu haben. „Das ist richtig so“, sagte der Mann zu der Anklage wegen Erschleichens von Leistungen. Die 60 Euro, die ihm die Üstra als Mitglied im GVH-Verbund fürs Schwarzfahren aufgebrummt hat, habe er noch nicht bezahlt, erklärte er auf Nachfrage der Strafrichterin.

Der Springer musste sich schon mehr als ein Dutzend Mal vor Gericht verantworten. Erst im Mai und im August war er jeweils zu 50 Tagessätzen à 10 Euro und damit zu insgesamt 1000 Euro verurteilt worden, ebenfalls wegen Leistungserschleichungen. Mit Blick auf diese Verurteilungen stellte die Strafrichterin jetzt das Verfahren ein. Sie ermahnte den Angeklagten aber: „Sie müssen damit aufhören, sonst landen Sie im Gefängnis.“

Von Ralf T. Mischer