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Wie geht es weiter mit der Kita Rote Schule?

Wie geht es weiter mit der Kita Rote Schule?
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Springe

Rote Schule: Stadt will Träger bleiben

Wesentlich günstiger als die Stadt kann es keiner: Mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf wirbt Vize-Verwaltungschef Clemens Gebauer dafür, nicht weiter nach einem externen Betreiber für die Kita Rote Schule zu suchen.

Springe. Ein Markt-Erkundungsverfahren habe ein erstaunliches Ergebnis zu Tage gefördert: Bietet die Kindertagesstätte auch künftig ihr derzeitiges Leistungsspektrum an, wird am Ende jedes Jahres ein Defizit in Höhe von mindestens gut 340 000 Euro stehen – egal, welcher Träger im Gebäude das Sagen hat.

Die Kita, die heute Krippen-, Kindergarten- und Hortgruppen umfasst, war bis vor vier Jahren der evangelischen Kirche zugeordnete. Dann kündigte die Stadt die Verträge. Das damalige Hauptargument: Die Einrichtung sei viel zu teuer. Ein Rechtsstreit folgte, weshalb die anvisierte schnelle Neuvergabe scheiterte. Im Sommer 2014 musste die Stadt schließlich selbst das Ruder übernehmen.

Bis heute wird offiziell ein neuer Betreiber gesucht. Das Verfahren verzögerte sich allerdings immer wieder. Nach dem jetzt abgeschlossenen Erkundungsverfahren möchte die Stadt endlich einen Schlusspunkt setzen. Sie wird die Politik erstmals im Sozialausschuss in dieser Woche darum bitten, für den dauerhaften Verbleib der Roten Schule in Stadt-Hand zu stimmen.

Aus Gebauers Sicht geht es letztlich nicht nur ums Geld. Es werde der Stadt auch keinesfalls schaden, eine „Referenz-Kita, die Best-Practice-Beispiele abbilden“ könne, vorzuhalten. Eine eigene Kita könne einfacher an Projekten und Förderprogrammen teilnehmen. „Die wirtschaftlichen Risiken sind demgegenüber überschaubar“, argumentiert Gebauer.

Anfangs hieß es, ein externer Träger könne das Minus auf rund 200 000 Euro im Jahr drücken. Mittlerweile stehe fest: Merklich günstiger heißt auch, dass die Betreuungszeiten drastisch zusammengestrichen werden müssten. Genau das wolle aber niemand.

Elf potenzielle Interessenten standen zu Beginn auf der Liste. Im Lauf des Verfahrens blieben noch vier übrig, so Gebauer. Eine verwertbare Kalkulation liege von drei Bewerbern vor. Er möchte das Verfahren jetzt schnell abschließen. Auch, damit für die Eltern und Erzieher die jahrelange Hängepartie zu Ende geht.

Von Marita Scheffler


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