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Nachrichten Planungen zum Kitaplatz-Ausbau gehen weiter
Region Springe Nachrichten Planungen zum Kitaplatz-Ausbau gehen weiter
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19:04 14.09.2018
Mädchen und Jungen spielen im Kindergarten: Die Stadt will mehr Plätze schaffen. Quelle: Friso Gentsch/dpa
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Springe

Einen Kindergartenplatz für alle – und einen Krippenplatz für die Hälfte aller unter Dreijährigen: Dieses Ziel setzt sich Bürgermeister Christian Springfeld in Sachen Betreuungsausbau. Dabei zählt die Stadt auch auf ein neues Förderkonzept der Region. Zuletzt fehlten mehr als 200 Plätze, um alle Erstwünsche der Eltern erfüllen zu können. Diese Lücke wolle man möglichst weit schließen, so Springfeld.

Die Planungen: Zwei Vorhaben stehen momentan besonders im Fokus – weil sie am schnellsten Erfolg versprechen: Neben dem Wohnhaus in Eldagsen an der Nordstraße, das ein privater Investor aus Springe zu einer Kita umbaut, verfolgt die Stadt auch den Neubau einer Tagesstätte auf dem Festplatz am Hallenbad. Der Verwaltungsausschuss gab am Donnerstagabend dafür grünes Licht – änderte die Beschlussvorlage lediglich in der Formulierung ab: Statt die Fläche „als Schwerpunkt“ zu entwickeln, soll sie jetzt als „eine Option“ gelten. Springfeld betont, man verfolge ohnehin alle angedachten Möglichkeiten mit Hochdruck weiter, um kurz- und langfristige Lösungen zu finden. Vor allem in Völksen gibt es offiziell bislang noch keine umsetzbaren Projekte, um die dortige Not zu lindern.

Bodengutachten fehlt noch

Für die Festplatz-Lösung in Springe fehlt nun zunächst das bereits beauftragte Bodengutachten, das zeigen soll, ob an der Stelle überhaupt gebaut werden kann. Geben die Experten grünes Licht, will die Stadt mit der Politik das weitere Vorgehen abstimmen. Den Vorwurf, zu spät gestartet zu sein, weist Springfeld ein Stück weit zurück: Vor einigen Jahren noch habe man in Springe über Geburtenrückgänge und Kita-Schließungen debattiert. Nun stehe man vor genau dem gegenteiligen Problem: „Diese Entwicklung haben wir so nicht vorausgesehen und sie lässt sich nun auch nicht mit Stahl und Beton so schnell auffangen.“ Die Anforderungen an eine Kita seien zu Recht hoch. Nicht jedes leer stehende Haus komme infrage, wenn es daneben keine Außenfläche gebe: „Wir können die Kinder ja nicht einsperren." Auch zunächst erhoffte Zwischenlösungen, etwa in Gewerbegebieten, stünden nicht zur Debatte: „Das ist rechtlich gar nicht zulässig.“

Nach viel Kritik an der Region nun ein Lob

Die Fördergelder, die Windkraft-Planungen, das drohende Aus für Regiobus in Eldagsen: Zuletzt hatte Bürgermeister Springfeld öfter ein paar kritische Worte übrig für die Region. Nun lobt er ein Vorhaben aus Hannover ausdrücklich: Dass die dortige Verwaltung die Kommunen jetzt mit einer fast doppelt so hohen Baukostenförderung unterstützt, sei „eine tolle Sache“, sagt Springfeld. Die Region hatte die Maßnahme, durch die 5300 Euro pro Kindergartenplatz fließen sollen, am Donnerstag vorgestellt. „So wünsche ich mir das – die Region als starker Partner an unserer Seite“, lobt Springfeld. Sein einziger Wunsch: weniger Bürokratie beim Beantragen der Fördergelder, die er sowohl für die neue Kita in Eldagsen als auch für das Projekt am Hallenbad einplanen möchte. Die Region Hannover will allein in diesem Jahr 4,3 Millionen Euro an die Kommunen ausschütten. Die Regionsversammlung muss den Fördertopf am 25. September noch absegnen.

Von Christian Zett

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