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19:26 25.09.2018
Am Straßenrand: Radfahrer, die von Eldagsen nach Alferde fahren wollen, haben keinen eigenen Weg.      Quelle: Ralf T. Mischer
Eldagsen

Es ist eine unendliche Geschichte – und Ortsbürgermeister Karl-Heinrich Rohlf (CDU) und seine Ortsratskollegen möchten nicht, dass sie vorzeitig zu Ende geht: Der Bau eines Radweges zwischen Eldagsen und Alferde soll, geht es nach ihnen, nicht zu den Akten gelegt werden.

Genau das plant die Stadtverwaltung aber, nachdem Sondierungen ergeben haben, dass die Anlieger auf der Südseite entlang des geplanten Weges nicht verkaufen wollen.

Nordseite abklopfen

„Wir nehmen das mit Bedauern zur Kenntnis“, sagte Rohlf und äußerte die Hoffnung, dass der städtische Fachdienst Liegenschaften dennoch am Thema dranbleibt – und auch die Nordseite der Landesstraße 461 daraufhin abklopft, ob die Anlieger verkaufsbereit sind, damit ein Radweg entstehen kann.

Karsten Kohlmeyer stellte für die Verwaltung klar, dass es sich bei der Straße um eine Landesstraße handelt – und dass somit eben das Land für den Radwegbau zuständig ist. Das gilt auch für den Grunderwerb, also für den Kauf der Grundstücke, auf denen Straßen oder Radwege gebaut werden. Kohlemeyer: „Wir als Stadtverwaltung müssen direkt unsere kommunalen Aufgaben erfüllen und sind damit gut ausgelastet. Deshalb kann es nicht sein, dass wir für das Land die Verkaufsbereitschaft abfragen.“

Gesa Rohn (SPD) sieht die Sache wie Rohlf: „Auf der Nordseite gibt es ja auch Eigentümer“ – dass man mit denen nicht spreche und die Sache gleich einstelle, „finde ich sehr schade“.

Rohlf stellte klar: „Auf der Nordseite gibt es ja auch ein Biotop, deshalb schien es einfacher, zuerst die Südseite abzufragen.“ Dass es dort nicht vorwärtsgeht, heißt für ihn nicht, dass nichts mehr geht. „Für uns ist wichtig, dass es weitergeht“, sagte er und verband die Klarstellung mit der Bitte an die Verwaltung, auch die Eigentümer auf der Nordseite, das sind immerhin 15, zu fragen, ob sie verkaufen möchten.

Gemeinsam mehr Druck machen

Anette Henkels (CDU) schlug vor, mit der Gemeinde Nordstemmen zu reden: „Gemeinsam könnten wir vielleicht mehr Druck machen.“ Rohlf stellt klar, dass das bereits geschehen sei: „Wir haben schon alles versucht – von allen Seiten.“ 

Von Ralf T. Mischer