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Region Springe Nachrichten Ortsrat Springe holt sich Weihnachtsmarkt zurück
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00:33 16.06.2018
Viel los auf dem Burghof: Seit der Verlegung des Weihnachtsmarkts in Springe hat auch der Andrang zugenommen. Quelle: Foto: Mischer/Archiv
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Springe

Nach einer zweijährigen Auszeit ist der Springer Ortsrat als Weihnachtsmarkt-Organisator zurück. Das Gremium hat Eventmanager Michael Jordan eine Absage erteilt. „Wir schaffen es wieder aus eigenen Kräften“, begründet Ortsbürgermeister Karl-Heinz Friedrich. Ziel sei, den Zuschussbedarf gen Null zu fahren und stärker aufs Konzept Einfluss nehmen zu können.

An der Spitze des wiederbelebten Arbeitskreises „Weihnachtsmarkt“ stehen Guido Tegtmeyer (Freie Wähler) und Bastian Reinhardt (SPD). Die Entscheidung fiel im nicht-öffentlichen Teil der Ortsratssitzung. Gleich im Anschluss teilte Friedrich in einer E-Mail Jordan den Entschluss mit. „Ich hätte das gerne schon früher über die Bühne gebracht“, sagt Friedrich. Pläne, den Adventszauber wieder in Eigenregie durchzuziehen, gebe es schon seit Monaten. Der erforderliche politische Beschluss habe aber erst jetzt herbeigeführt werden können. Das liege auch daran, dass der Ortsrat nur alle zwei Monate tagt und einer der beiden neuen Organisatoren bei der Sitzung im April verhindert war.

Grundkonzept bleibt

Tegtmeyer und Reinhard würden mit der knapp sechs Monate kurzen Vorbereitungszeit hinkommen. „Sie haben alle erforderlichen Unterlagen und können loslegen“, sagt Friedrich. Das Grundkonzept der Jahre 2016 und 2017 bleibe bestehen: Der Weihnachtsmarkt findet am zweiten Adventswochenende auf dem Museumshof statt und beginnt schon am Freitagabend. Detailfragen – etwa, ob es eine Bühne gibt und wie eng die Buden stehen – sollen zu einem späteren Zeitpunkt geklärt werden.

Er sei Jordan dankbar für seinen Einsatz im vergangenen Jahr und seine gute Vorarbeit, sagt Friedrich: „Er hat uns zweimal aus der Patsche geholfen.“ Der heimische Veranstaltungsexperte hatte 2017 nicht nur den Weihnachtsmarkt, sondern auch das Osterfeuer vor dem Aus gerettet.

 Jordan nimmt die Absage sportlich, gibt aber auch zu, dass die Geschichte für ihn einen faden Beigeschmack habe. Schon am Mittwochmorgen habe Reinhardt von ihm die Markt-Unterlagen angefordert. „Dabei hat der Ortsrat alles: Die kompletten Kontaktdaten von allen wichtigen Ansprechpartnern und den Ausstellern, die Finanzierungspläne, die meine Agentur erarbeitet hat, und selbst den Abschlussbericht, in dem konkrete Verbesserungsvorschläge fürs nächste Mal stehen.“ Reinhardt, der nicht im Ortsrat sitzt, sondern beratendes Mitglied ist, agierte im vorigen Jahr als Mittler zwischen Jordan und Ortsrat.

Jordan hatte 2017 lediglich drei Monate Zeit, um den Markt zu planen. Unterlagen gab es nach dem Ausrichter-Zwist vom Vorjahr keine. „Das war viel Arbeit“, blickt Jordan zurück. „Unsere Agentur hat das aber gerne gemacht, weil uns gegenüber ja von einem langfristigen Engagement gesprochen wurde.“ Dass er nun nicht die Chance bekomme, seine eigenen Früchte zu ernten und zu zeigen, was seine Firma mit mehr Vorbereitungszeit auf die Beine stellen könne, sei „etwas traurig“. Er wünsche seinen Nachfolgern dennoch gutes Gelingen.

Von Marita Scheffler

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