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Vorm Amtsgericht Springe wurde der 24-jährige jetzt für sein Fehlverhalten verurteilt.

Vorm Amtsgericht Springe wurde der 24-jährige jetzt für sein Fehlverhalten verurteilt.
© Zimmer (Archiv)

Springe

Ohne Führerschein zum Autotreffen

Er hatte an einem Tuningtreffen teilgenommen, obwohl er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Dafür hat das Amtsgericht Springe jetzt einen 24-jähriger Hamelner zu einer Geldstrafe von 1200 Euro und sechs Monaten Führerscheinentzug verurteilt.

Springe. Sein Führerschein war ihm schon längst entzogen, als ein 24 -jähriger Hamelner im Juli an einem Tuning-Treffen auf dem Parkplatz an der Springer Osttangente teilnahm. Für dieses Fehlverhalten musste sich der junge Mann jetzt vor dem Springer Amtsgericht verantworten. Die Strafrichterin verurteilte ihn zu einer Strafe von 1200 Euro. Zudem muss der 24-jährige Kfz-Auszubildende weitere sechs Monate auf eine erneute Erteilung einer Fahrerlaubnis warten.

Mit seinem getunten Auto war der Hamelner zu einem Treffen auf den großen Parkplatz gekommen. Er habe geglaubt, es handele sich um eine Privatfläche, erklärte der Verteidiger für seinen jungen Mandanten. Dass der Parkplatz an einer Stelle öffentlich befahrbar war und dort die Straßenverkehrsordnung gelte, habe er nicht gewusst. Doch nachdem ihn die Polizei gegen 20 Uhr das erste Mal erwischt und ihn darüber aufgeklärt hatte, trafen die Beamten nur gut eine Stunde später an gleicher Stelle erneut auf den Hamelner. Spätestens ab diesem Zeitpunkt müsse man von einem vorsätzlichen Handeln ausgehen, sagte der Staatsanwalt.  „Was hat Sie denn überhaupt geritten, ohne Führerschein ein solches Autotreffen zu besuchen?“, wollte die Richterin von dem Angeklagten wissen. Die Antwort gab sein Verteidiger: Es sei ein „Kick“, die Autos zu vergleichen.

Der junge Hamelner war nur zehn Tage vor den Vorfällen in Springe nahe dem Hamelner Bahnhof von der Polizei angehalten worden. Den Beamten hatte er vorgegaukelt, den Führerschein zu Hause vergessen zu haben. Er wolle ihn wenig später im Kommissariat vorlegen. Eine Abfrage der Polizei ergab dann, dass die Fahrerlaubnis „unanfechtbar“ entzogen worden war. Dieses Verfahren wurde an anderer Stelle aber eingestellt, der 24-Jährige muss nun ein verkehrsrechtliches Seminar besuchen.

Eine Einstellung des Verfahrens gab es allerdings am Springer Amtsgericht lediglich für den ersten Anklagepunkt – das erste Zusammentreffen mit der Polizei. Dass der junge Mann dann nochmals von den Beamten angetroffen wurde, hat ihm nun eine weitere Sperrfrist und die Geldstrafe beschert.

Von Anne Brinkmann-Thies


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