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19:22 31.07.2018
Ein Knall – und der Baum stand schief. War es ein Blitz oder der Wind? Quelle: Privat
Bennigsen/Gestorf

Ein großer Knall – und plötzlich hing er auf halbmast: Während des Gewitters am Sonnabend ist der Maibaum in Gestorf, wie berichtet, in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Feuerwehr hat ihn noch am selben Tag demontiert - und in Stücke zersägt. Denn die Konstruktion drohte umzukippen und ließ sich nicht mehr stabilisieren. Damit endet eine kleine Ära: Immerhin war der Baum neun Jahre lange im Einsatz. Nun wird in Gestorf nach Ersatz gesucht.

„Wir waren immer einwandfrei zufrieden mit dem Baum – und er war auch noch in einem sehr guten Zustand“, sagt Gastronom Detlev Krüger, der die Tradition des Maibaumaufstellens in Gestorf eingeführt hatte – er wollte damit einst das Gemeinschaftsgefühl stärken und alte Bräuche reaktivieren. Deshalb steht auch außer Frage, dass ein neuer Maibaum her muss, die Suche läuft auf Hochtouren.

Nach der Ursache wird noch gesucht

Gesucht wird aber auch nach dem Grund dafür, dass der alte Baum, der jetzt vor dem Weissen Ross in kleine Stücke geschnitten liegt, einfach umfiel. „Es gab einen lauten Knall – und dann stand der Baum in 40-Grad-Neigung vor der Tür“, sagt Krüger. Er schließt nicht aus, dass ein Blitz im oder am Baum eingeschlagen hat und so die Substanz des Holzes beschädigt haben könnte. Oder war es der böige Wind, vor dem bereits der Deutsche Wetterdienst zuvor gewarnt hatte, wie die Feuerwehr in einer Pressemitteilung vermutet?

Klar zu sein scheint jedenfalls, dass sich der Baum nicht mehr retten ließ. „Aus Sicherheitsgründen musste die Feuerwehr den Baum herunterholen“, sagt Krüger. Zuvor hatten die Ehrenamtlichen den Bereich der Hannoverschen Straße, auf den der Baum zu fallen drohte, provisorisch abgesperrt – neben Pylonen kamen dabei auch Gastro-Tische aus dem Weissen Ross zum Einsatz.

Neuer Baum soll auch aus Lärchenholz sein

Nun also die Suche nach Ersatz. Und dabei weiß Krüger schon ganz genau, wie der Neue sein muss, damit er auch in die alte Maibaum-Fassung hinein passt: Elf Meter hoch muss er sein und sollte auch eine ähnliche Breite haben – leichte Abweichungen lassen sich am Ende noch mit Holzwerkzeug korrigieren.

Um die Suche des neuen Baumes kümmert sich Horst Kathöwer. Der Gestorfer hat auch schon ziemlich genaue Vorstellungen darüber, welcher das sein soll: „Eine Lärche soll es sein, das ist das beste Holz, das wir hier haben.“ Immerhin war der gefallene Maibaum auch aus Lärchenholz, hat neun Jahre gehalten, „und hätte auch noch neun weitere Jahre gehalten, wenn wir nicht dieses Pech gehabt hätten“, sagt Kathöwer.

Der alte Mai-Bote kam übrigens direkt aus dem Limberg, vor Ort gefällt, entrindet und geschält von Kathöwer. Darum möchte er sich auch um den neuen Baum kümmern. Der muss aber zunächst gefunden werden – die Suche läuft schon: damit der neue Maibaum angepasst werden und trocknen kann – und pünktlich zum Maifest 2019 fertig ist.

Von Ralf T. Mischer

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