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Stadt-Mitarbeiter Thomas Fink rückt dem Salzlager mit dem Radlader zu Leibe.

Stadt-Mitarbeiter Thomas Fink rückt dem Salzlager mit dem Radlader zu Leibe.
 © MISCHER

Springe

Mit 1000 Tonnen Salz startet Springe in den Winter

Springe startet mit rund 1000 Tonnen Salz in den Winter. Allein die Straßenmeisterei hat 650 Tonnen Salz eingelagert.

Springe.  Da ist er wieder: der Winter. Nach dem Schnee am Sonntag rieselte es auch gestern Nachmittag mächtig weiter. Mit rund 1000 Tonnen Salz erklären die Mitarbeiter der Stadt den Eis- und Schneemassen den Kampf. Der Bauhof sieht sich gut gerüstet für weitere Schneefälle und bittet um Verständnis dafür, wenn es mit dem Räumen der Bürgersteige, die an städtische Grundstücke angrenzen, mal ein wenig länger dauern sollte. Denn dafür sei die Zahl der speziellen Räumfahrzeuge zu gering.

„Der Wintereinbruch an diesem Wochenende war heftig“, sagt Gerd Gennat von der Stadt. Damit die Räumteams jederzeit starten können, wird das Personal im Winter in Schichten eingeteilt. „Wir versuchen, mit den Personalressourcen so schonend wie möglich umzugehen“, sagt er. Dabei könne es aber vorkommen, dass das Personal in einer Schicht zu knapp, das in einer anderen zu gut besetzt sei. Letztlich sei das eine Frage des Wetters: „Wenn wir den Verdacht haben, dass ein Wintereinbruch bevorsteht, setzen wir mehr Leute ein.“

Etwas länger könne es derzeit dauern, bis die Gehwege geräumt werden – „aber es wird auf jeden Fall gemacht“, betont Gennat. Der Grund dafür ist, dass die Zahl der Räumfahrzeuge bei der Stadt begrenzt sei. Vier Traktoren und Multifunktionsgeräte mit einer für Gehwege passenden Breite von 1,30 bis 1,60 Metern hat die Stadt. Aber Gehwege seien praktisch an jeder Straße. Und wie die Stadt muss auch jeder andere Grundstücksbesitzer vor der eigenen Tür kehren.

Insgesamt sieht sich die Stadt mit bis zu 1000 Tonnen Salz im kommunalen Lager gut gerüstet. „Das würde sogar für einen heftigen Winter reichen“, sagt Gennat. Dass das Salz-Lager so groß ist, geht auf die Erfahrungen der Stadt im Winter 2011 zurück. Damals war in etlichen Kommunen das Streumittel knapp geworden – und die Zulieferer bedienten nur noch Autobahnmeistereien und Großstädte. Springe ging leer aus. Seitdem hat die Stadt ihren Salzvorrat verdoppelt.

Auch die für Springe zuständige Straßenmeisterei Wennigsen sei gut gerüstet. Sechs Räum- und Streufahrzeuge sowie ein Gerät, dass die Radwege freimacht, seien im Einsatz, um die B 217 und andere Landesstraßen im Stadtgebiet freizuhalten. „Stressig war es gar nicht. Die Mitarbeiter haben einen tollen Job gemacht“, sagt ein Angehöriger der Meisterei. „Nur der Einfluss von außen ist manchmal etwas nervig. Jeder will zuerst bedient werden.“

Normalerweise fahren die Mitarbeiter klar vorgegebene Touren. Kommt es zu Unfällen, werde das Team gebeten, ihre Strecke zu ändern – etwa auf Nachfrage der Polizei. „Ist der Tag dann rum, hat man die Hälfte vergessen, weil diese Anfragen mehr durcheinanderbringen als sie wirklich helfen. Wir können nicht hexen.“

650 Tonnen Salz lagern derzeit in der Halle in Wennigsen. „Von Oktober bis März muss die Halle immer zu 80 Prozent gefüllt sein. Wir können aber täglich bestellen.“ Das Problem aus seiner Sicht: Die Mitarbeiter müssten nicht nur auf das Wetter und das Räumen achten, sondern auch auf Autofahrer, die noch mit Sommerreifen unterwegs seien. „Das ist für alle ein großes Sicherheitsrisiko, weil die auch noch zu schnell fahren – und diese Fahrer beschweren sich auch noch, wenn nicht ausreichend gestreut ist.“

Von Ralf T. Mischer und Saskia Helmbrecht


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