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Region Springe Nachrichten Lebenshilfe Springe darf eine Werkstatt eröffnen
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21:41 30.03.2018
Stehen in den Startlöchern: Die Gartengruppe der Lebenshilfe beginnt ganz offiziell am 1. April mit der Arbeit. Quelle: Helmbrecht
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Springe

Es war ein langer, steiniger Weg, blickt Burkhard Luthmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe, zurück. Sechs Jahre hat es gedauert, den Traum von einer Werkstatt für behinderte Menschen verwirklichen zu können. Jetzt ist die Anerkennung eingetroffen.

Am 1. April startet in Springe die Werkstatt-Gruppe für Garten- und Landschaftspflege. Geplant sind 24 Werkstattplätze, aufgeteilt in vier Arbeitsbereiche und sechs Gruppen. Jahrelang hatte sich die Lebenshilfe um eine Werkstatt bemüht – mit Erfolg. „Es zeigt, dass man in Springe durchaus etwas bewegen kann, wenn man zäh genug ist“, betont die Vorsitzende Regine Melzer-Krieger.

Das Problem: In Deutschland werden die solitären Tagesförderstätten, wie es sie in Springe gibt, infrage gestellt, berichtet Luthmann. „Im Sozialministerium war von einem Auslaufmodell die Rede, wir wussten also, dass wir in einem sinkenden Schiff sitzen.“ Statt aufzugeben, hat sich die Lebenshilfe entschieden, in die Offensive zu gehen und in Sachen Inklusion „mit gutem Beispiel voranzugehen“. „Es sollte selbstverständlich sein, dass Menschen, die stärker beeinträchtigt sind und einen höheren Unterstützungsbedarf haben, trotzdem arbeiten dürfen.“

Die nächste Hürde bis zur Genehmigung wartete dann im Sozialministerium: „Die wollten keine Werkstätten mehr fördern und beriefen sich auf das Bundesteilhabegesetz.“ Doch der Vorstand ließ sich nicht entmutigen, ihren Wunsch in die Tat umzusetzen.

Kurzerhand stattete der Vorstand gemeinsam mit Luthmann dem Sozialministerium einen Besuch ab. „Da hatte ich den Eindruck, wir konnten überzeugen und es kam Bewegung in die Sache.“ Als die Sozialministerin Cornelia Rundt 2017 die Schirmherrschaft für das inklusive Theaterstück übernahm, machten die Springer noch einmal auf ihren Wunsch aufmerksam. „Wenig später kam die Zusage aus dem Landesamt Hildesheim, dass wir verhandeln dürfen.“ Anschließend wurde auch die Hürde bei der Agentur für Arbeit, die für die Zulassung zuständig ist, genommen. „Wir sind der Meinung, dass die Menschen durchaus wirtschaftlich verwertbare Arbeit leisten können, nur braucht es dafür einen Rahmen.“ Das wirtschaftliche Ergebnis sei aber nicht ausschlaggebend – „wichtig ist, dass die Beschäftigten sozialversichert sind“.

Der Vorteil in der Springer Werkstatt sei es, individuell auf die einzelnen Fähigkeiten der Mitarbeiter eingehen zu können und sie so zu fördern. „Man muss ein Auge dafür haben, was jemand kann“, so Melzer-Krieger.

Die Ausstattung für die Garten- und Landschaftspflege ist bereits komplett. „Und wir haben einen Fachmann eingestellt, der die Gruppe leitet.“ Jetzt fehlen noch Springer, die Hilfe im Garten benötigen. „Unsere Bewohner brennen schon darauf, tätig zu werden.“

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