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Nachrichten Kastrationspflicht für freilaufende Katzen
Region Springe Nachrichten Kastrationspflicht für freilaufende Katzen
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00:29 03.06.2018
Freilaufende Katzen sollen kastriert werden. Das schreibt die neue Katzenschutzverordnung vor. Quelle: Foto
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Springe

Monatelang wurde die Einführung einer Katzenschutzverordnung diskutiert. Am Mittwocha bend gab der Ordnungsausschuss grünes Licht: Die Entscheidung fiel bei drei Ja-Stimmen, zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen allerdings knapp aus.

Thomas Hüper-Maus (Grüne) sowie René Bennecke und Klaus Klingenberg (beide SPD) konnten sich am Ende durchsetzen. Hüper-Maus betonte während der Sitzung mehrfach die Notwendigkeit der Einführung einer Katzenschutzverordnung, die Besitzern von Freigängertieren vorschreibt, die Katzen zu kastrieren und zu registrieren. Die CDU sieht die Vorschrift nach wie vor kritisch. „Wir haben uns bei Tierschützern und Tierärzten erkundigt und festgestellt: Es gibt wirklich ein Problem mit freilaufenden und besitzlosen Katzen“, stellte Hüper-Maus noch einmal klar. Der für die Verwaltung entstehende Mehraufwand solle über bereits vorhandenes Personal realisiert werden. Zusätzliche Mitarbeiter sollten dafür aber nicht eingestellt werden, um weitere Kosten zu vermeiden. Das hatte der Ausschuss bereits in seiner Sitzung im März entschieden.

Stadt zahlt für Kastration

Mit der Einführung der Verordnung verpflichtet sich die Stadt aber gleichzeitig, die Kosten für die Kastration und die Versorgung der Freigängertiere zu übernehmen – und dafür muss der Rat erst noch ausreichend Haushaltsmittel bereit stellen. „Wenn wir die Verordnung nicht erlassen, wäre das für die, die sich jetzt in Springe darum kümmern und die Kosten selbst übernehmen, ein Schuss vor den Bug. Das ist eine öffentliche Aufgabe, die man nicht auf die Bürger verlagern sollte“, mahnte Hüper-Maus. Allein mit der Einführung könne schon einiges bewirkt werden, ohne dass die Stadt tätig werden muss, hofft Hüper-Maus. Eine Mustersatzung hat die Verwaltung dem Ausschuss gestern bereits präsentieren können.

In zwei Jahren soll die Verwaltung das Vorhaben prüfen, um dann über eine mögliche Verlängerung der Verordnung entscheiden zu können.

Von Saskia Helmbrecht

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