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00:17 01.12.2017
Die Kapellengemeinde ist angeschlossen an die Kirche Völksen, ist aber ein eigenständiges Gremium.  Quelle: FOTO: MISCHER
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Alvesrode

Ob Martinsumzug, Kaffeetreffen oder der lebendige Adventskalender: Vieles gäbe es in Alvesrode nicht ohne den Kapellenvorstand. Jetzt hört die langjährige Vorsitzende Marlis Bennecke auf – und mit ihr zwei weitere Vorstandsmitglieder.

Seit einem Jahr sucht Bennecke nach einem Nachfolger. Über den Gemeindebrief hat sie die Alvesröder informiert, dass die Auflösung des Gremiums droht, findet sich kein neuer Vorstand. „Aber nur schreiben bringt nichts, man muss die Menschen persönlich ansprechen“, sagt Bennecke. Sie selbst ist bereits über 60 Jahre alt und kann das Amt nicht mehr ausüben. „Und schon gar nicht über die Dauer von einer Wahlperiode, also sechs Jahre.“

2012 sei die Suche nach neuen Vorstandsmitgliedern noch erfolgreich gewesen, zwei neue kandidierten. Nun gestaltet es sich schwieriger. Der jetzige Vorstand besteht aus vier Mitgliedern, lediglich Margo Gehrmann will weitermachen. Drei Kandidaten konnte Bennecke finden. „Wir brauchen aber vier Leute, damit sich die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt.“ So habe der Vorstand immer versucht, die Arbeit der Ehrenamtlichen so gering wie möglich zu halten. Zudem gäbe es damit einen Ersatzkandidaten.

Landesweit werden die Kirchenvorstände in den evangelisch-lutherischen Gemeinden am Sonntag, 11. März 2018, gewählt. Die Springer geben in einem Wahlraum ihrer Kirchengemeinde ihre Stimme ab. Kandidaten können sich bewerben und vorgeschlagen werden, Voraussetzung sind Volljährigkeit und Kirchenmitgliedschaft. Sie werden vorgestellt und unter anderem in einigen Gemeindebriefen aufgeführt. Das Motto für 2018 lautet „Kirche mit mir“. Die Amtszeit des Vorstands beträgt sechs Jahre. Wahlberechtigt sind alle Gemeindemitglieder ab 14 Jahren. Neben der Wahl am 11. März ist auch eine Briefwahl möglich.

„Wir hatten bereits in dieser Wahlperiode damit zu kämpfen, einen Kandidaten nachzuberufen, weil jemand ausgefallen ist“, berichtet Bennecke. Sollte sich die Gemeinde auflösen, ist sie sich sicher, verliere Alvesrode in der zugeordneten Völksener Kirche eine Menge Einfluss. Spätestens bis zum 23. Dezember muss eine Lösung gefunden werden. Dann müssen die Kandidaten gemeldet werden. „Gleichzeitig haben wir uns fest im Ort etabliert. Früher lief Kirche nebenher, das ist jetzt anders.“

Die Kapellengemeinde organisiert nicht nur den Laternenumzug oder Adventstreffen, sondern ist auch beim Maibaumfest und den Alvesröder Acht dabei. „Das Problem ist, dass man während der Suche nur Leute anspricht, die eh schon so viel machen, also Ämter in Vereinen haben und Ähnliches“, sagt Bennecke, die nicht nur Vorsitzende im Kapellenvorstand ist, sondern auch im Kirchenvorstand in Völksen.

Von Saskia Helmbrecht

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