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Im Gespräch: Pastor Reinhard Surendorff (Bild links, von links) und Kristin Surendorff-Belder mit Sandra Lehmann und Ulrike Hoffmann-Bürrig von der Steuerungsgruppe.

Im Gespräch: Pastor Reinhard Surendorff (Bild links, von links) und Kristin Surendorff-Belder mit Sandra Lehmann und Ulrike Hoffmann-Bürrig von der Steuerungsgruppe.
© Brinkmann-Thies

Springe

1000 Ideen kommen bei Wunschbaumaktion zusammen

Ein Kino, mehr Feste und Tempo 30: Zahlreiche Springer haben bei der Wunschbaumaktion des Nachbarschaftsladens Doppelpunkt mitgemacht. Nun wurden die Ergebnisse vorgestellt.

Springe. Die Wunschbäume sind geerntet: Fast 1000 Ideen sind dabei für Springe zusammengekommen. Am Montagabend hat die Steuerungsgruppe des Nachbarschaftsladens Doppelpunkt die Ergebnisse der Aktion in der BBS vorgestellt.

Kontakte, Kommunikation, Treffpunkte: Das sei eine der Kernaussagen, die sich aus der Fülle herauskristallisiert habe, erklärt die Sozialpädagogin Sandra Lehmann. So zählt die Idee eines Bürgerhauses ebenso zu den Bedürfnissen der Springer wie etwa mehr Feste, mehr Cafés und mehr Gasthäuser. Dass der Wunsch nach einem Kino, der sich fast 90-mal auf den blattförmigen Zetteln fand, durchaus schon mit einzelnen Angeboten erfüllt werde, darauf machte unter anderem Bennigsens stellvertretender Ortsbürgermeister Thomas Dittert aufmerksam.

„Es gibt schon jetzt viele individuelle Lösungen, und die Bürger müssen auch Kompromisse eingehen“, sagte Kai Dettmer, Ortsbürgermeisterin aus Altenhagen I. Sie nennt als Beispiel nachbarschaftliche Mitfahrangebote – dort, wo öffentlicher Nahverkehr fehle. Mehr als 200-mal wurde das Thema von den Bürgern genannt. Die meisten Anregungen betrafen eine Stärkung des Fahrradverkehrs, verbesserten Nahverkehr und mehr Tempo 30. Das Thema Verkehrsberuhigung sei auch politisch aktuell, berichtete Bürgermeister Christian Springfeld. Und auch Völksens Ortsbürgermeister Andreas Wietstock erinnerte daran: „Einiges wird schon jetzt von der Politik bearbeitet.“

Die Steuerungsgruppe habe mit der Aktion und den Ergebnissen eine Brücke zur Politik geschlagen, bestätigte Ingrid Röttger. Stück für Stück soll nun versucht werden, zunächst kleine Dinge umzusetzen. Der Nachbarschaftsladen sei dafür Ansprechpartner, sagte Friederike Hoffmann. So können sich dort Gruppen treffen, die sich einem bestimmten Thema widmen wollen. Schon bei der Präsentation der Wunschbäume hatten die Zuhörer die Möglichkeit, sich in entsprechende Listen einzutragen. Möglichkeiten, sich bei der Gestaltung der Stadt und der Ortsteile einzubringen, gibt es viele: Denn auch zu den Bereichen Bildung, Wohnumfeld, Freizeit und Einkaufsmöglichkeiten gab es zahlreiche Wünsche. Die Ergebnisse der Aktion sollen auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht werden.

Den Wunsch nach mehr Austausch werde der Nachbarschaftsladen Doppelpunkt erfüllen, versprach Lehmann: Ab 7. Dezember wird donnerstags von 15 bis 16.30 Uhr eine Zusammenkunft für jedermann angeboten.

Von Annegret Brinkmann-Thies


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