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Nachrichten Empfang für Springer Neubürger ist abgesagt
Region Springe Nachrichten Empfang für Springer Neubürger ist abgesagt
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18:44 08.10.2018
Das Rathaus in Springe: Neubürger werden vorerst nicht von der Stadt willkommen geheißen. Quelle: Archiv
Springe

Uwe Lampe, der Koordinator des Empfangs für Neubürger, den der Springer Ortsrat ausrichten wollte, hat die geplante Aktion abgesagt. Empfangen werden sollten Neu-Springer, die seit dem Jahr 2017 in die Deisterstadt umgezogen sind. Als Grund für die Absage führt Lampe an, dass das er am „Verhältnis von Aufwand zum Nutzen“ der Veranstaltung zweifele. Der Beschluss zur Absage sei nach Rücksprache mit Ortsbürgermeister Karl-Heinz Friedrich erfolgt.

1974 Neubürger sind seit dem vergangenen Jahr neu in Springe heimisch geworden. Bis zum 28. September hatten sich von ihnen aber lediglich 70 Personen – inklusive Kindern und Jugendlichen – für den Neubürgerempfang angemeldet.

Bei der Veranstaltung sollten nach den ursprünglichen Planungen auch Vereine die Möglichkeit erhalten, sich den Neuankömmlingen zu präsentieren und für ihre Angebote zu werben. 40 Vereine hatten sich bereit erklärt bei dem Empfang mitzumachen, der im Schulzentrum Nord stattfinden sollte. Vorgesehen war nach den Worten Lampes „Neubürgerinnen und Neubürgern das Stadtleben näherzubringen, ihnen einen kleinen Einblick in die Geschichte Springes und die heutigen gesellschaftlichen Abläufe zu geben“. Der Organisator Lampe zeigt sich überzeugt, dass das Treffen „eine bessere Integration bewirken“ könne.

Doch daraus wird jetzt – zumindest vorerst – nichts. Lampe begründet das in einem öffentlichen Schreiben an die Vereine und Verbände, die ihre Teilnahme bereits zugesagt hatten, auch damit, dass die vielen Ehrenamtlichen „nicht über Gebühr“ belastet werden sollten. Für die Bereitschaft, sich für den Empfang zu engagieren, bedankt er sich dabei ausdrücklich. Bereits bei der Konkretisierung des Projekts im Juli hatte Lampe betont, er könne nicht einschätzen, wie groß die Resonanz auf die Einladung an Neubürger ausfallen werde. Kein Wunder, schließlioch hätte es sich um eine Premiere gehandelt. Als Zielvorgabe waren allerdings 250 Personen genannt worden – sollte die Resonanz geringer ausfallen, wolle man bei den Neubürgerlisten zeitlich weiter zurückgehen, heiß es im Juli noch.

Das Thema ist aber nicht vom Tisch. Bei der kommenden Ortsratssitzung am Mittwoch, 21. November, solle noch einmal über das Thema gesprochen werden, sagt Lampe.

Von Ralf T. Mischer