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19:45 30.08.2018
Diese Ladenzeile an der Langen Straße soll einem Neubauprojekt weichen. Quelle: Saskia Helmbrecht
Eldagsen

Schon während der Sitzung des Sanierungsbeirats herrschte am Mittwochabend große Zufriedenheit – auch zur Freude von Investor Stefan Rehse. In Zusammenarbeit mit dem Verein Wallstraßenhöfe stellte er dort sein Projekt an der Langen Straße und der Wallstraße vor.

Entstehen soll gegenüber von der Kirche eine neue Mitte mit Geschäfts- und Wohnhäusern, einer Seniorenwohnanlage auf dem früheren Kita-Gelände, einer Art Parkanlage und einem öffentlichen Treffpunkt im historischen Guthaus. Dafür will Rehse die Ladenzeile Lange Straße 65 A/B abreißen. Die Rehse-Gruppe hatte sich nach den Ausstieg von Nurda-Hausbau als neuer Investor eingebracht. „Wir haben von Anfang an mit der Rehse-Gruppe als neuem Investor sehr gut zusammengearbeitet und erleben eine gute Partnerschaft“, lobte der Wallstraßenhöfe-Vereinsvorsitzende Hans-Ulrich Weber.

Vier Varianten zur Neugestaltung

Vier Varianten zur Neugestaltung des Synagogenplatzes an der Einmündung der Pfarrstraße in die Lange Straße lösten am Mittwochabend im Sanierungsbeirat eine längere Diskussion aus. Ob Davidstern-Muster oder Natursteinpflasterung, mit kleiner Mauer oder nur als Gedenkfläche mit Sitzmöglichkeit – die Meinungen über die Gestaltungsvorschläge des Göttinger Landschaftsplaners Dr. Christoph Schwahn waren geteilt.

Die Entscheidung fiel zugunsten des fünften Vorschlags des Vorsitzenden des Sanierungsbeirates, Ortsbürgermeister Karl-Heinrich Rohlf, alle Wünsche und Änderungsvorschläge nochmals zu überplanen und sie bei der nächsten Sitzung des Beirates erneut vorzustellen.

Gut 50 Eldagser hatten sich zur Sitzung des Sanierungsbeirates versammelt – und verfolgten gespannt die Ausbauvorschläge, die sich positiv auf die Innenstadt auswirken sollen. Wichtigster Tagesordnungspunkt war neben der Umgestaltung der Eldagser Mitte gegenüber der Kirche die Neugestaltung der Pfarr- und Lindenbergstraße. Dazu präsentierte Schwahn detaillierte Pläne und ließ auch den Aspekt der Barrierefreiheit mit einfließen.

Breite Bürgersteige auf der südlichen Seite der Pfarrstraße, lange Parkstreifen und zusätzlich sechs Stellplätze auf der nördlichen Seite sowie eine Veränderung im Einmündungsbereich zur Langen Straße seien realisierbar, da kein Durchgangsverkehr herrsche.

Lindenbergstraße ist einfacher umzuplanen

Etwas einfacher gestaltet sich die Umplanung der Lindenbergstraße, da die Fahrbahn insgesamt breiter ist. Der städtische Bauchef Jörg Klostermann plädierte für mehr Bäume auf den Parkstreifen, damit die Anwohner ihre Autos im Schatten abstellen könnten.

Auch für die Planung des Infopavillons an der früheren Senfmühle zeichnet Landschaftsplaner Schwahn verantwortlich. Das Gebäude soll in offener Fachwerkkonstruktion mit Satteldach und zwei Eingängen erstellt und mit einer Infotafel, einem Bücherschrank sowie Sitzgelegenheiten ausgestattet werden.

Von Reinhold Krause