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Region Springe Nachrichten So gewinnt der heimische Handel beim Weihnachtsgeschäft
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00:17 17.12.2017
In der Weingalerie von Hans Krämer sind Präsentkörbe der Renner.     Quelle: FOTOS
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Springe

 „Es wird in diesem Jahr ein gutes Weihnachtsgeschäft, sagt mein Bauchgefühl“: Betont optimistisch ist Wilko Struckmann, Chef des Werbe- und Informationsringes, der Werbegemeinschaft des Einzelhandels in Springe. Im selben Atemzug räumt er aber auch ein, dass das Internet dem heimischen Handel natürlich Probleme bereite. Aber die Händler in Springe sehen sich gewappnet: Unter anderem mit kompetenter Beratung rüsten sie sich für den Kampf gegen Amazon und Co.

Kunden brauchen Vertrauen

„Es ist die Aufgabe des Handels, sich Gedanken zu machen, wie man gegen das Internet bestehen kann“, sagt Struckmann. Sein Rezept: „Das ist Vertrauen. Wenn man das seinen Kunden geben kann, hat man dem Internet etwas voraus.“ Wie erreicht man das? „Wenn ich mich als Fachmann hinstelle und meinen Kunden genau zuhöre, dann schaffe ich Vertrauen.“ Denn das könne das Internet nicht.

In Struckmanns Alter Deister-Apotheke gehen zur Weihnachtszeit Pflegeprodukte besonders gut. Aber auch Gutscheine würden gern unter den Tannenbaum gelegt.

Nicht ganz so optimistisch bewertet Sven Schweckendiek vom Spielwarengeschäft Svens Spielzeugparadies den bisherigen Verlauf des Weihnachtsgeschäfts. Er hofft auf die letzte Woche vorm Fest, denn dann kommen die Lieferungen von Amazon und Co. nicht mehr rechtzeitig an – und der Weg zum Einzelhändler wird zur einzigen Möglichkeit, noch rechtzeitig fürs Fest Geschenke zu kaufen. Seiner Erfahrung nach ist der erste Werktag nach Weihnachten der beste Tag: „Die Kinder, die Geld geschenkt bekommen haben, wollen sich dann etwas kaufen.“ Im Trend sind in diesem Jahr unter anderem „Star Wars“-Figuren – der neueste Film läuft in den Kinos gerade an.

Individuelles ist gefragt

In der Weingalerie von Hans Krämer stehen etliche Geschenkkörbe zum Abholen bereit: Weihnachtsgeschenke, die bereits weit vorm Fest in Auftrag gegeben worden sind. Und die Nachfrage nach individuell zusammengestellten Präsenten sei groß. „Wir bieten dem Kunden, wenn gewünscht, natürlich auch Beratung an. Er kann seinen Korb ganz individuell zusammenstellen.“ Unterm Tannenbaum landen nicht nur Weine, sondern auch Sekt und Champagner, feine Essige oder gar Naschwerk.

Oder darf es ein wenig Springe sein auf dem Gabentisch? Andrea Brenner hat in der Tourist-Info im Alten Rathaus eine Menge davon: Vom Frischling bis zum ausgewachsenen Springe-Eber über Springe-Schlüsselanhänger bis zur mit Schnaps gefüllten Göbel-Birne – der Möglichkeiten gäbe es viele.

Von Ralf Mischer

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