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Musiker Hadi Andywi stellt seinem jungen Publikum die Instrumente Darbuka und Riq vor. 

Musiker Hadi Andywi stellt seinem jungen Publikum die Instrumente Darbuka und Riq vor. 
© Foto: Ackermann

Springe

Ein Syrer trommelt in der Grundschule

Im Rahmen des Schulprojekts „Welcome Board zu Gast im Klassenzimmer“ war der Syrer Hadi Andywi zu Gast im Musikraum der Grundschule Hinter der Burg. Er überraschte die Kinder mit den vielfältigen Tönen, die man mit einer Darbuka-Trommel erzeugen kann.

Springe.  Dom, Tak, Es. So nennt Hadi Andywi die Töne, die er seiner Darbuka entlockt. Der Syrer war zu Gast im Musikraum der Grundschule Hinter der Burg und zeigte, wie vielfältig die Töne sind, die man mit einer solchen Trommel erzeugen kann.

Der Künstler des Schulprojekts „Welcome Board zu Gast im Klassenzimmer“ stellte den Kindern die Instrumente Darbuka und Riq vor: „Darbuka ist eine Trommel – ein türkisch-arabisches Instrument.“ Das Instrument Riq, eine Art Tamburin, stamme aus Ägypten. Vom Riq hat er zwei unterschiedliche Versionen mitgebracht – eine ältere, mit einer Schlagfläche aus Ziegenhaut, und eine moderne mit Kunststoffbespannung. „Riq spielt man bei Hochzeiten oder in Orchestern“, erklärte Andywi.

Zwischendurch entschuldigt sich der professionelle Musiker bei seinem Publikum für sein Deutsch – er sei erst seit zwei Jahren im Land und lerne die Sprache noch. Musiklehrerin Stefanie Wittkop nimmt ihm die Sorge: Dass er schon so gut Deutsch spreche, sei sogar einen Applaus wert.

Der junge Mann, der mittlerweile in Ronnenberg lebt, stammt ursprünglich aus Damaskus, wo er Musik studiert und als Musiklehrer für Schlagzeug und Darbuka gearbeitet hat.

Das Spielen der Trommel erlernte er im Alter von vier Jahren. Wegen seines Talents erhielt er sechs Jahre später sein erstes Musikdiplom. Der Syrer gewann in seiner Schulzeit zahlreiche Preise und nahm als Jugendlicher an verschiedenen Musikfestivals teil, darunter auch im Ausland. Auf einem Musikfest in Russland etwa belegte er als Teil eines syrischen Musikorchesters den ersten Platz. Nach seiner Ankunft in Deutschland machte er sich mit der deutschen Musik vertraut, indem er sich beim Musikzug Meine engagierte und so Zugang zur deutschen Musikkultur fand. Seither nimmt er auch an zahlreichen Festivals und Veranstaltungen teil.

Das Projekt „Welcome Board“ wird vom Projekt „Musikland“ der Stiftung Niedersachsen und vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur seit 2016 betrieben. Das Ziel ist die Unterstützung geflüchteter und eingewanderter Musiker. Diese stammen aus allen Teilen der Welt und besuchen im ganzen Land Schulklassen, um ihre Kultur und ihre Instrumente vorzustellen.

Von Juliet Ackermann


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