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Nachrichten 49-jähriger Mann schlägt Rentner
Region Springe Nachrichten 49-jähriger Mann schlägt Rentner
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00:16 02.12.2017
Vom Amtsgericht wurde der Springer zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Quelle: Symbolbild
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Springe

Er beleidigt andere unter Alkoholeinfluss und wird sogar handgreiflich – immer und immer wieder. Jetzt ist ein Springer nur knapp einer Gefängnisstrafe entgangen: Vor dem Amtsgericht in Springe setzte die Strafrichterin die sechsmonatige Freiheitsstrafe für den Mann noch einmal zur Bewährung aus. 300 Stunden gemeinnützige Arbeit muss der Angeklagte außerdem verrichten.

Verantworten musste sich der mehrfach vorbestrafte 49-Jährige vor dem Amtsgericht, weil er im März einen anderen Springer und drei Monate später zwei Polizisten massiv beleidigt beziehungsweise verletzt hatte. So wollte er im Frühjahr einen Bekannten zur Rede stellen, der für ihn mit dem Anhänger Grünschnitt-Fuhren gemacht hatte.

Nun aber sei der 66-Jährige für den Angeklagten nicht mehr zu sprechen gewesen, berichtete dessen Verteidiger. Weil sein Mandant aber klären wollte, warum sich der Bekannte dem Gespräch verweigere, sei er zu dessen Haus gekommen – und sofort des Grundstücks verwiesen worden.

Der 66-Jährige fuhr anschließend weg. Daraufhin soll der Angeklagte dem Mann eine Kettensäge vom Grundstück gestohlen haben. Das zumindest hatten Zeugen beobachtet. Als der Rentner wenig später zurückkehrte, verfolgte er den Angeklagten und stellte ihn zur Rede. Daraufhin wurde er wüst beleidigt – mit so derben Begriffen, dass der 66-Jährige angab, sie noch nie gehört zu haben. Deshalb habe er sich besonders gut daran erinnern können. Dann schlug der Angeklagte dem Älteren mit der flachen Hand ins Gesicht, dessen Unterlippe platzte auf.

Sein Mandant sei zuvor am Hemd festgehalten worden, das dabei zerriss, erklärte der Verteidiger des 49-Jährigen. Der vermeintliche Diebstahl ließ sich vor Gericht nicht klären; die Staatsanwaltschaft beantragte die Einstellung des Verfahrens zu diesem Tatvorwurf.

Kurz nach dem Vorfall war bei dem Angeklagten ein Atemalkoholwert von 2,7 Promille festgestellt worden. „Warum können Sie sich nicht einfach zurückhalten, wenn Sie betrunken sind?“, fragte ihn die Richterin. Denn der Mann hatte nur wenige Monate später zwei Polizeibeamte massiv beleidigt. Sie waren nach einem Streit gerufen worden, den der Angeklagte und seine Ehefrau mit einer Bekannten hatten. Dabei soll dieser Bekannten eine Brille gestohlen worden sein.

Als die Polizisten eintrafen, beschimpfte der Angeklagte vor allem einen Beamten. Die – ebenfalls betrunkene – Frau des Angeklagten beleidigte dessen Kollegin und musste sich dafür ebenfalls vor Gericht verantworten. Die beiden Polizisten riefen Verstärkung, weil der Mann sich weigerte, seine Taschen zu leeren.

Dort hätte er die Brille verstecken können. Zudem soll er sich massiv gewehrt haben, als die beiden Beamten ihn mitnehmen wollten. Erst als ein weiterer Polizist eintraf, soll er sich kooperativer gezeigt haben, wurde aber dennoch unter Einsatz von Pfefferspray zu Boden gebracht. Der Angeklagte schwieg zu dem Geschehen.

Den Vorschlag der Richterin, gezielt gegen seine Alkoholsucht vorzugehen, lehnte er ab. Nun darf er sich fünf Jahre lang nichts zu Schulden kommen lassen, denn so lange dauert für ihn die Bewährungszeit. Seine Frau, von der er inzwischen getrennt lebt, verurteilte das Gericht wegen Beleidigung zu einer zweimonatigen Bewährungsstrafe. Sie muss 100 Stunden gemeinnützige Arbeit verrichten.

Von Annegret Brinkmann-Thies

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