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Die Kinder der Kita Berliner Straße verfolgen gespannt, wie Frank Pintag ein Fenster repariert.

Die Kinder der Kita Berliner Straße verfolgen gespannt, wie Frank Pintag ein Fenster repariert.
© Katja Eggers

Sehnde

Stadt schafft zwei neue Stellen

Die Stadt hat zwei neue hauptamtliche Stellen geschaffen: Erstmals gibt es jetzt einen Feuerwehrgerätewart und einen mobilen Hausmeister für Vertretungseinsätze. Beide sollen den Bauhof entlasten.

Sehnde/Ilten.  Die Stadt hat zwei neue hauptamtliche Stellen geschaffen: Erstmals gibt es jetzt einen Feuerwehrgerätewart und einen mobilen Hausmeister. Beide sollen mit ihrer Arbeit künftig den städtischen Bauhof entlasten. Sehndes neuer hauptamtlicher Feuerwehrgerätewart heißt Maximilian Wirries, neuer Hausmeister ist Frank Pintag. Wirries ist schon seit dem 1. November im Einsatz, Pintag ist zum 1. Dezember gestartet. 

„Ich bin eine Art mobiler Hausmeister und immer dort, wo gerade Not am Mann ist“, erklärt Pintag. Der 57-Jährige wird sowohl im Rathaus als auch in den Grundschulen und Kitas tätig werden, und zwar immer dann, wenn Bauhofmitarbeiter wegen Krankheit, Urlaub oder aus anderen Gründen ausfallen. Seine blaue Arbeitskleidung hat er schon, das Dienstauto ist noch nicht da, das Werkzeug jedoch schon bestellt.

Pintag freut sich, dass er jetzt vor allem auch für Grundschulen und Kitas Ansprechpartner ist. „Bei der Arbeit Kontakt mit Kindern zu haben, ist immer schön“, sagt Pintag. Als mobiler Hausmeister soll er unter anderem Reparaturen vornehmen, Bilder aufhängen oder für die Ausstattung sorgen und zum Beispiel Seifenspender anbringen. „Ich mache hier kaputte Lampen wieder heile, damit ihr nicht im Dunkeln spielen müsst“, erklärte er kürzlich den Kindern in der Kita Berliner Straße.

Für seinen Job bringt der Sehnder viel handwerkliches Geschick mit. Er ist gelerneter Maurer und Orthopädieschuhmacher. Weil er gern in der Natur arbeitet, wechselte er 1991 zum Bauhof der Stadt Sehnde. Dort war er bis zuletzt in der Grünkolonne im Einsatz.  Die eine oder andere Hecke wird der neue Hausmeister auch in seinem neuen Job wohl noch schneiden müssen. Künftig wird seine Arbeit aber wohl vor allem in geschlossenen Räumen benötgt.

Maximilian Wirries hat als hauptamtlicher Feuerwehrgerätewart alle Hände voll zu tun

Maximilian Wirries hat als hauptamtlicher Feuerwehrgerätewart alle Hände voll zu tun.

Quelle: Katja Eggers

Viel auf Achse ist auch Maximilian Wirries. Als Sehndes erster hauptamtlicher Feuerwehrgerätewart hat der Algermissener zwar einen Schreibtisch im Fachdienst Ordnung im Rathaus, fährt von dort aus aber auch zu den einzelnen Ortsfeuerwehren oder mit Einsatzfahrzeugen zu speziellen Werkstätten. In seinen Aufgabenbereich fallen Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten. Wirries muss aber auch für die feuerwehrtechnische Ausrüstung sorgen. „Ich beschaffe alles vom Strahlrohr über Löschschaum bis hin zum Leinenbeutel“, erklärt der 25-Jährige. 

Mit seinem Job unterstützt er die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr. Er selber ist schon seit 15 Jahren Mitglied der Ortsfeuerwehr Algermissen. Als Sehndes neuer Feuerwehrgerätewart wird er künftig auch die Tagesbereitschaft der Ortsfeuerwehr Sehnde unterstützen. Darüber hinaus pflegt er die Kontakte zu den ehrenamtlichen Ortsbrandmeistern und Gerätewarten.

Wirries ist gelernter Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik und hat zuletzt auf dem Bauhof der Stadt Sehnde in der Instandsetzung gearbeitet.

„Wir wollen mehr Qualität für die Betreuung unserer Objekte und Kollegen in den Liegenschaften entlasten“, erklärt Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke die neue Stelle des Hausmeisters.

Der neue Hausmeister Frank Pintag ist der zweite Hausmeister im Rathaus, er wird vor allem in den Sehnder Kindertagesstätten und Grundschulen unterwegs sein. Mit der Anzahl der Kinderbetreuungseinrichtungen sei auch der Bedarf gestiegen, so Lehrke. Pintag wird eine Arbeitsschutzkleidung erhalten, die ihn als Hausmeister der Stadt Sehnde erkenntlich macht. Zudem erhält er ein Fahrzeug mit einer Werkzeug-Grundausstattung.

Maximilian Wirries ist Sehndes erster hauptamtlicher Feuerwehrgerätewart. Laut Bürgermeister Lehrke, selbst aktiver Feuerwehrmann, ist die Stelle dringend notwendig: „Die technischen Anforderungen an die Feuerwehr steigen, alles kostet mehr Zeit“, sagt er. So sei zum Beispiel die Reinigung der Atemschutzgeräte früher eine unkomplizierte Sache gewesen, die ehrenamtliche Feuerwehrleute nach ihren Einsätzen erledigt hätten. „Heute ist das viel anspruchsvoller“, sagt Lehrke. Auch eine Sicherheitsprüfung sei mittlerweile nach der Reinigung noch erforderlich. Mit der neuen Stelle wolle man die ehrenamtlichen Feuerwehrleute entlasten, so Lehrke. Wirries sei jedoch nur Unterstützung, die Gerätewarte der einzelnen Ortsfeuerwehren würden weiter gebraucht, so Lehrke.pos

Von Katja Eggers


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Sehnde ist ...

  • ... eine Stadt südöstlich von Hannover mit 15 Ortsteilen und 23.000 Einwohnern.
  • ... früher Teil des Siedlungsraumes Das große Freie gewesen.
  • ... eine Stadt mit langer Tradition im Kalibergbau.
  • ... der Ort, an dem der Stichkanal Hildesheim vom Mittellandkanal abzweigt.
  • ... 6x pro Woche Thema im Anzeiger, die als Heimatzeitung in Sehnde der Neuen Presse beiliegt. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.