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Region Sehnde Nachrichten Sehnder begeben sich wieder auf Zeitreise
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15:22 28.08.2018
Das Autorenteam mit Jürgen Wattenberg (von links), Dietrich Vollbrecht, Hans-Gustav Gorray, Dieter Knauth, Wolfgang Struß, Otto Lesemann und Peter Jungclaus präsentiert gemeinsam mit Stadträtin Bettina Conrady die elfte Ausgabe der Broschüre Die Zeitreise. Quelle: Patricia Oswald-Kipper
Sehnde

Acht Sehnder Autoren haben ein neues Exemplar der Magazinreihe „Die Zeitreise“ veröffentlicht. Darin befassen sie sich unter dem Titel „Sehnde –ganz nah draußen – Eine Erfolgsgeschichte“ mit der Entwicklung Sehndes seit den frühen Siebzigerjahren.

Sehnde, eine einst von der Industrie geprägte Stadt, stand in den Siebziger und Achtzigerjahren vor einem Strukturwandel. Die großen Unternehmen wie die Zuckerfabrik und das Kaliwerk Friedrichshall schlossen ihre Betriebsstandorte, Arbeitsplätze verschwanden. Die Stadt, ehemals 20.000 Einwohner stark, begann zu schrumpfen. Die Stadt versuchte immer wieder dagegen anzuarbeiten und ihr Image von der grauen Maus los zu werden - was lange Zeit nicht gelang.

Erst die Deutsche Einheit vermittelte Aufbruchstimmung, die Vergabe der Expo nach Hannover bescherte der Sehnder Bevölkerung zusätzliche Energien. Man wurde sich seiner Stellung und der verkehrsgünstigen Lage im Randbereich der Großstadt Hannover bewusst und der erfolgreiche Slogan „Sehnde – ganz nah draußen“ wurde kreiert. Damit wurde nicht nur in Sehnde, sondern niedersachsenweit für die Stadt geworben. Dieser Spruch steht sinnbildlich für den Wandel der Stadt, die seitdem an Image stark gewonnen hat.

Den Umbruch und Strukturwandel beschreiben die Autoren Hans-Gustav Gorray, Dieter Knauth, Otto Lesemann, Peter Jungclaus, Manfred Rosengarten, Wolfgang Struß, Dieter Vollbrecht und Jürgen Wattenberg detailliert in der aktuellen Zeitreise-Ausgabe. Dabei haben sie nicht nur Fakten aus Archiven zusammengetragen. Sie haben auch Zeitzeugen befragt oder gar Ergebnisse aus Umfragen in der Bevölkerung hinzugezogen.

Herausgekommen ist eine vielseitige Broschüre über die Zeit von der Gebietsreform 1974 bis heute. Auch die aktuelle Entwicklung der Stadt wird dokumentiert – etwa mit einem Bericht über das neueste Baugebiet Kleines Öhr. „Es hat dieses Mal länger gedauert als gedacht“, sagte Dietrich Vollbrecht, ehemals Stadtdirektor Sehndes. Denn das Thema sei anfangs schwer greifbar gewesen. Die Autoren sind mit ihrem Werk dennoch überaus zufrieden.

„Die Zeitreise-Berichte sind einfach sehr spannend geschrieben, man erfährt viel über die Stadt“, sagte Hans-Gustav Gorray. Er selbst stieß erst vor wenigen Jahren zum Autorenteam hinzu und warb für die Mitarbeit an der Broschüre: „Das ist wirklich sehr bereichernd. Wir können auch noch mehr Autoren gebrauchen.“

Sehndes Erste Stadträtin Bettina Conrady lobte das ehrenamtliche Engagement der Autoren. „So etwas gibt es in kaum einer anderen Stadt“, sagte sie. Die Broschüre habe sie mit großem Interesse gelesen. „Sie ist vor allem für Menschen, die nicht von hier stammen, sehr interessant und liefert viele Informationen über die Entwicklung der Stadt“, sagte Conrady. Die Broschüre ist in einer Auflage von 1200 Exemplaren erschienen. Sie ist kostenlos im Rathaus erhältlich und kann im Internet auf der Seite der Stadt Sehnde unter kostenlos heruntergeladen werden.

Von Patricia Oswald-Kipper

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