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Region Sehnde Nachrichten Sehnder Kunsttage: Leuchttürme sind echte Hingucker
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00:18 20.03.2019
Früher hat er sie fotografiert, heute baut er sie aus unterschiedlichen Materialien nach: Gerhard Hühn aus Sehnde zeigt seine Leuchttürme. Quelle: Katja Eggers
Sehnde

Es gibt sie quadratisch aus Holz und rund aus Kunststoff oder Edelstahl. Die Kleinsten sind 30 Zentimeter hoch, die Größten fast 1,30 Meter. Manche eignen sich für die heimische Wohnung, andere sorgen für maritimes Flair im Garten: Die Leuchttürme von Gerhard Hühn sind bei den neunten Sehnder Kunsttagen in der Kooperativen Gesamtschule Sehnde (KGS) am Wochenende echte Hingucker gewesen – zumal der Sehnder seine Modelle mit Batterien und Stecknetzteilen ausgestattet und so zum Blinken gebracht hatte.

Leuchttürme waren schon immer meine große Leidenschaft“, erklärte Hühn. Früher habe er sie fotografiert, heute baue er sie aus unterschiedlichen Materialien nach. Viele der Modelle sind Auftragsarbeiten. „Leute melden sich bei mir, weil sie gern den Leuchtturm nachgebaut haben möchten, in dem sie mal geheiratet oder im Urlaub übernachtet haben“, berichtet der 71-Jährige. Bei den Kunsttagen rührte Hühn vor allem die Werbetrommel: „Vor Ort werden meine Leuchttürme nicht so häufig gekauft, die Leute melden sich meistens später mit einem konkreten Wunsch.“

Ostereier und Häschen aus Keramik

Bunter Osterschmuck: Marina Hellmann (links) schaut sich am Stand von Ina Wirth die bemalten Keramikeier an. Quelle: Katja Eggers

Marina Hellmann war indes schon fündig geworden. Sie besucht die Kunsttage regelmäßig und hatte diesmal unter anderem einen kleinen Teddy für ihre Sammlung und Dekoteile aus Holz erworben. „Hier finde ich immer etwas Hübsches, hier gibt es Dinge, die ich in Geschäften sonst nicht bekomme“, erklärte die Lehrterin. Am Stand der Keramikfaktur NoWi aus Ilsede liebäugelte sie mit kleinen Vasen in Ostereierform. „Für Gänseblümchen sind die doch ganz zauberhaft“, schwärmte sie.

Die Ostereiervasen tauchten am NoWi-Stand in allen erdenklichen Größen auf. Darüber hinaus gab es als Osterschmuck aus Keramik aber auch Häschen und Küken. „Wir machen alles selbst – vom flüssigen Ton bis zum fertigen Produkt“, erklärte Keramikkünstlerin Ina Wirth. Beim Bemalen der Arbeiten ließ sie sich bei den Kunsttagen auch gern über die Schulter schauen.

An der Werkbank fliegen die Späne

Benno Kmietsch lässt sich beim Drechseln zuschauen. Quelle: Katja Eggers

Zugucken war auch am Stand der Familie Kmietsch aus Harsum im Landkreis Hildesheim angesagt. Während Bernward und Renate Kmietsch eifrig Selbstgedrechseltes aus Holz verkauften, ließ Sohn Benno an der Werkbank die Späne fliegen und die Funken sprühen. Aus einem Stück Eschenholz entstand in wenigen Minuten ein winziger Kreisel. Verkaufsschlager waren bei den Kunsttagen jedoch nicht die hölzernen Minispielzeuge, sondern die Deckel für Weckgläser. „Fast jeder hat irgendwo noch alte Weckgläser rumstehen, es fehlen aber die Deckel“, erklärte Benno Kmietsch.

Mario Giovelli von der organisierenden Firma Stadt Events aus Hannover zog am Ende der Veranstaltung ein positives Fazit. Am Sonnabend waren rund 350 Besucher zu den Kunsttagen gekommen, am Sonntag waren es rund 450 gewesen.

Von Katja Eggers

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