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Region Sehnde Nachrichten Sehnde: Solar-LED-Bodenmarker an Fahrbahnen?
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18:48 09.10.2018
Am Busbahnhof an der KGS Sehnde könnte sich Ratsherr Fritz Wilke (von links) LED-Bodenmarker vorstellen. Dies müsste jedoch noch genau geprüft werden, sagen Rolf Sack und Jennifer Mohrmann von der Gesellschaft Haspo Verkehrstechnik. Quelle: Oliver Kühn
Sehnde

Mehr Verkehrssicherheit in der Stadt – dieses Thema hat sich Ratsherr Fritz Wilke auf die Fahnen geschrieben. Ursprünglich wollte sich der Einzelvertreter der Linken für Fahrbahnlichter am Fahrbahnrand, sogenannte Lanelights, einsetzen. Doch die beleuchteten und mit Strom betriebenen Flächen sind teuer und aufwendig im Boden zu installieren. Eine kostengünstigere Alternative könnten sogenannte Solar-LED-Bodenmarker sein: Diese werden von Solarzellen betrieben und werden an den Seitenrändern der Fahrbahn lediglich aufklebt. Einen Einsatz könnte sich Wilke etwa an der B 65 am KGS-Busbahnhof und in Höhe der Aral-Tankstelle vorstellen.

44,50 Euro kostet ein solcher LED-Bodenmarker, der mit einem Solarmodul auch ohne Strom funktioniert. Quelle: Oliver Kühn

Die Solar-Bodenmarker sollen den Verkehr in der Dunkelheit leiten, erklärt Rolf Sack von der Haspo Verkehrstechnik den Sinn der zwölf mal zehn Zentimeter großen Kunststoffplatten. In Hannover sind sie bereits am Süd-, West- und Messeschnellweg sowie etwa an Verkehrsinseln und unübersichtlichen Kreuzungen mit Stadtbahnschienen installiert. In Evern dagegen hat man ein anderes Produkt verwendet. Dort hat die Haspo auf Leitpfosten am Ortseingang aus Richtung Haimar sogenannte Leitkappen installiert, eine Art Hütchen, die fest verschraubt werden. Dort hätten Autofahrer immer wieder die enge Linkskurve nicht erkannt und seien geradeaus gefahren – nicht zuletzt, weil viele mit erhöhtem Tempo in den Ort führen.

Die Bodenmarker können aber nur am Randbereich von Fahrbahnen aufgeklebt werden. Beim ständigen Überfahren könnten die Solarzellen zerbrechen, sagt Jennifer Mohrmann von der Haspo. Sie funktionierten aber auch noch, wenn sie etwa zur Hälfte mit Schotter bedeckt seien. So würden Gefahrenstellen kenntlich gemacht und die Autofahrer sicher entlang der Leuchtspur geleitet werden.

Wilke kann sich ihren Einsatz aber auch an der B 65 in Höhe der Aral-Tankstelle vorstellen. Dort seien die Bordsteinkanten der Parkbuchten etwas in den Straßenraum gezogen, was mancher Autofahrer erst zu spät erkenne, wie man an abgefahrenen Radkappen erkennen könne. Ebenso wäre ein Einbau an Radwegen denkbar, sagt Wilke. Am Busbahnhof vor der Kooperativen Gesamtschule (KGS) etwa verschwenke sich der Radweg, was viele Radler – vor allem solche mit schnellen E-Bikes – erst zu spät erkennen würden. Dort komme es deshalb häufig zu Konfrontationen zwischen Radfahrern, Autofahrern und Fußgängern. Weil dort auch viele Fußgänger unterwegs seien und die Bodenmarker schneller abgenutzt würden, müsste man dies jedoch genau prüfen, gibt Rolf Sack zu bedenken.

Ursprünglich wollte Wilke von der Stadt prüfen lassen, ob am Überweg der Kreuzung B 65/Am Park in Ilten Lanelights verlegt werden könnten. „An der dort befindlichen Ampel kommt es bei Dunkelheit immer wieder zu brenzligen Situationen, bei der Fußgänger gefährdet werden.“ Wilke spricht dabei von rund 300 Querungen am Tag, vor allem viele Patienten des Klinikums Wahrendorff nutzten diesen. Doch die Stadt hatte seinen Antrag im vergangenen Frühjahr abgelehnt, weil es sich dabei um eine „Angelegenheit des übertragenen Wirkungskreises“ handele, der nicht in die Zuständigkeit des Rates falle. Der mögliche Einsatz von Lanelights sei vielmehr Aufgabe der Unfallkommission aus Polizei, Straßenverkehrs- und Straßenbaubehörden.

Von Oliver Kühn

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