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Region Sehnde Nachrichten Neues Programm für Sehnder Weihnachtsmarkt
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16:52 11.10.2018
Im vergangenen Jahr herrscht beim Weihnachtsmarkt an der Kreuzkirche viel Andrang. Quelle: Sybille Heine (Archiv)
Sehnde

Um den Weihnachtsmarkt des Ortsrates in Sehnde hat es in den vergangenen Wochen erheblichen Streit gegeben. In einer Kampfabstimmung hatte die SPD gegen die CDU einen gemeinsamen Termin mit der Christmasparty der Interessengemeinschaft in der Stadt Sehnde (IGS) am 1. Dezember durchgesetzt. Mit dem Ausstieg des TVE Sehnde als größtem Beschicker und Musiklieferanten mit seinem Blasorchester klaffte eine Lücke im Veranstaltungsprogramm – die scheint nun geschlossen. Am Mittwochabend hat Ortsbürgermeister Helmut Süß im Ortsrat Sehnde das neue Konzept vorgestellt. Herzstück ist ein kleiner „Winterwald“ aus Tannenbäumen mit einer kulinarischen Ecke. „Der Weihnachtsmarkt bekommt ein neues Gesicht“, meint Süß. Der Streit hat aber Gräben hinterlassen, wie in der Sitzung deutlich wurde. „Ich empfinde das Verhalten des TVE als Erpressungsversuch“, sagte Michael Brozy (SPD).

Der sogenannte Winterwald soll mit Stehtischen sowie Angeboten für Essen und Getränke bestückt werden. Der Bau- und Hobbymarkt spendiere dafür 20 bis 25 Tannen. Dafür lägen schon zehn verbindliche Anmeldungen vor, davon drei neue Teilnehmer, freut sich Süß. Erstmals werde zudem das Info-Mobil der Jägergemeinschaft der Region Hannover kommen und über Flora und Fauna aufklären. Das sei bestimmt auch etwas für Kinder, ist sich Süß sicher. Für ein Musikkonzert in der Kreuzkirche habe man zudem zwei Blasorchester der Kooperativen Gesamtschule gewonnen. Diese spielten zwischen 15 und 16 Uhr jeweils 30 Minuten. Dafür bekommt jedes Orchester 50 Euro Gage – das wurde vom gesamten Ortsrat genehmigt. Danach könnte sich eine Aufführung der Sehnder Chorgemeinschaft anschließen. Der Chor müsse allerdings noch prüfen, ob an diesem Tag genügend Sänger zur Verfügung stehen, so Süß.

Dagegen bleibt der Weihnachtsmann der alte: Grünen-Ratsherr Detlef Waltz wird sich wieder in den roten Mantel werfen und den Weihnachtsmann geben. Die Süßigkeiten kauft er sogar selbst, wie er in der Sitzung bestätigte. Das spart dem Ortsrat Geld, denn in diesem Jahr muss das Gremium erstmals eine Veranstalterhaftpflicht abschließen, die rund 150 Euro kosten werde. Man sei jedoch mit der IGS im Gespräch, ob deren Versicherungsschutz auf den Weihnachtsmarkt ausgedehnt werden kann oder zumindest eine günstigere Prämie denkbar wäre. Sicher sei bereits, dass die Interessengemeinschaft die Kosten für Entwicklung und Druck der Werbeplakate zu hundert Prozent übernehme. Süß erinnerte in der Sitzung noch einmal an die „Dienstverpflichtung“ der Ortsratsmitglieder für den Auf- und Abbau ihres eigenen Zeltes – trotz der Auseinandersetzung im Vorfeld.

Ortsratsmitglied Michael Brozy äußerte seinen Ärger darüber, dass der TVE über seinen Vorsitzenden Ralf Marotzke, selbst CDU-Ortsratsmitglied, entschieden habe, dass man entweder getrennt feiere oder der Verein sich zurückziehe. „Da wurde Druck aufgebaut, das empfinde ich als Erpressungsversuch.“ Man habe nach langen Jahren nur wieder einmal versuchen wollen, ob Politik und Wirtschaft gemeinsam einen Weihnachtsmarkt auf die Beine stellen könnten. „Nun werden wir zeigen, dass es auch ohne den TVE geht.“

Marotzke, der in der Sitzung fehlte, bestätigte auf Anfrage nochmal, dass die jungen Leute im Verein gesagt hätten, dass sie in diesem Fall lieber zur Christmasparty gehen und entsprechend Helfer fehlen würden. Er verstehe immer noch nicht, warum man ein erfolgreiches Konzept – also getrennte Feste – ändern wolle. Wenn der Weihnachtsmarkt nun „in die Hose gehen“ sollte, blieben die Aussteller vielleicht im nächsten Jahr weg. Ann-Katrin Lehrke (CDU) sagte, es habe eine Absprache gegeben, dass man das Konzept eines gemeinsamen Termins nur dann verfolgen wollte, wenn der gesamte Ortsrat dahinter stehe. „Und dann die Kampfabstimmung, das kam in der Öffentlichkeit nicht gut an.“

Von Oliver Kühn

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