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Besuch aus Tirol in der Barockkirche: Mario und Christoph stimmten mit volkstümlichen Schlagern auf das Fest ein.

Besuch aus Tirol in der Barockkirche: Mario und Christoph stimmten mit volkstümlichen Schlagern auf das Fest ein.
© Susanne Hanke

Sehnde

Besinnliches mit Mario und Christoph aus Tirol

Charmanter Akzent und besinnliche Texte: Das Duo Mario und Christoph aus Tirol gibt ein vorweihnachtliches Konzert in der Iltener Barockkirche.

Ilten.  Lederhosen tragen sie nicht. Aber das ist dann auch schon der einzige Stilbruch, den sich das Tiroler Gesangsduo Mario und Christoph am Sonntagabend bei seinem Gastspiel in der Iltener Barockkirche elaubt. Denn Lederhosen hätten sie schließlich 30 Jahre lang bei ihren Konzerten getragen, und diese Beinbekleidung werde man dann doch irgendwann leid, verraten die Sänger ihrem Publikum. Alle andere Erwartungen erfüllen Mario und Christoph aber voll und ganz.

Ganz traditionell mit Gitarre, Akkordeon, charmantem Akzent und einem Tiroler Volkslied halten sie Einzug in die Kirche. So eingestimmt und die Berge vor dem geistigen Auge, wechselt das Duo schnell auf die Schlagerebene mit gradlinigen Texten. Sie seien mit ganzem Herzen dabei und schreiben alle Songs selbst, sagt Mario. Das Repertoire an diesem Abend widmet sich indes der besinnlichen Vorweihnachtszeit, die das Duo gern in allen Facetten ausleuchtet.

Dass der Titel „Über Nacht hat es geschneit“, an diesem ersten verschneiten Sonntag wunderbar ins Bild passt, kommentiert auch Iltens Pastor Johann Christophers. „Ob es in Tirol auch so schön verschneit ist, wie bei uns heute?“ stellt er sich die Frage und wirkt dabei ein wenig wie ein kleiner Junge, der gleich seinen Schlitten herausholt.

Vom Schnee, der mit seinem zarten Schleier alle Sorgen zudeckt, dem Hirtenjungen, der mit seinem kleinen Licht den Stall in Bethlehem erleuchtet, oder der Sehnsucht, an Weihnachten nach Hause zu kommen, erzählten die Lieder der Tiroler Volkssänger. Damit schaffen sie eine harmonische, romantische und heile Welt, die das Publikum dankbar aufnimmt. Doch auch kritische Töne über den zunehmenden „Weihnachtswahn“ schwingen in manchen Liedern mit. Wie überladen die Weihnachtsdekoration ausfalle, wie immer früher mit dem Schmücken angefangen werde und die Geschenke immer größer werden – diese Gedanken finden in den Textzeilen von Mario und Christoph Raum. Und zur Besinnlichkeit tragen die Tiroler an diesem Abend selbst am meisten bei.

Von Susanne Hanke


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