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Region Sehnde Nachrichten Hort ist nun auch in Schulräumen möglich
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14:11 27.08.2018
In Ilten werden die Hortkinder in Containern betreut. Quelle: Archiv
Sehnde

140 Hortplätze, zwei Ganztagsschulen mit Angeboten bis in den frühen Nachmittag – die Nachfrage nach einer längeren Betreuung der Schulkinder ist in Sehnde ungebremst. Da kommt es der Stadt gerade recht, dass das Land Niedersachesen die Rechtslage verändert hat und die Hortbetreuung nun auch in Schulräumen möglich ist.

„Das erleichtert unsere Planung im nachschulischen Bereich sehr“, sagt Iris Jungclaus, stellvertretende Fachdienstleiterin bei der Stadt Sehnde. Die Stadt erstellt gerade ein Konzept zur nachschulischen Betreuung. Dieses soll die Betreuung der Erst- bis Viertklässler nach Schulschluss bis maximal 17 Uhr für den gesamten Raum Sehnde darstellen. „Wir sind damit in den letzten Zügen“, sagt Jungclaus.

Die Stadt Sehnde sei beim Hort aber mittlerweile ziemlich gut aufgestellt. Es gibt dieses Jahr sogar noch frei Plätze. Die Nutzung von Schulräumen biete sich für kleinere Betreuungszeiten an, meint Jungclaus. Als Beispiel nennt sie die beiden Ganztagsgrundschulen in Höver und in Sehnde, Breite Straße. Dort gehen die schulischen Angebote aktuell bis 15.30 Uhr. Einige Eltern wünschten aber darüberhinaus Betreuung für ihre Kinder, sagt Jungclaus. Hier könnte die Gesetzesänderung zum Zuge kommen. Für einen Hortplatz mit ein oder zwei Stunden täglich lohne es sich nicht, noch zusätzliche Räume zu schaffen oder gegebenenfalls für viel Geld anzumieten. Hier biete die Gesetzesänderung nun völlig neue Möglichkeiten. „Das entlastet sehr“, sagt Jungclaus.

Besonders SPD-Landtagsabgeordnete Silke Lesemann freut sich darüber, dass der Weg für die Doppelnutzung von Schulräumen endlich frei gemacht wurde: „Dieser Wunsch wurde wiederholt an mich in meinem Wahlkreis herangetragen“, sagt sie. Es sei nicht vermittelbar, dass Kinder zum Teil in Containern betreut werden müssten, während die Schule nebenan leer steht. Die bisherige Praxis sei pädagogisch fragwürdig und teuer für die Träger gewesen, urteilt Lesemann.

Die Unsinnigkeit der bisherigen Vorschriften zeigt sich gut an der Grundschule in Ilten. Dort stehen mittlerweile mehrere Container auf dem Schulhof, in denen drei Hortgruppen mit insgesamt 60 Kindern untergebracht sind, während die Unterrichtsräume nachmittags leer stehen. Die Anmietung dieser Container kostet die Stadt viel Geld, das nun möglicherweise gespart werden könnte. „Wir müssen das jetzt alles erst prüfen“, sagt Jungclaus.

Jungclaus rechnet damit, dass die Nachfrage nach Hortplätzen bleibt. „Momentan haben wir uns auf einem konstanten Level eingependelt“, sagt sie. Sie glaubt, dass trotz der Tendenz zur Gründung von weiteren Ganztagsgrundschulen der Hort weiter gefragt sein wird. „Schon wegen der Ferien“, sagt sie. Die Kinder, die einen Hortplatz gebucht haben, sind nämlich auch in allen Ferien – bis auch die Weihnachtsferien und drei Wochen im Sommer – täglich von 8 bis gegebenenfalls 17 Uhr betreut. „Das ist für viele Familien durchaus sehr attraktiv“, weiß Jungclaus.

 

Von Patricia Oswald-Kipper

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