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Beim Jubiläumskonzert des Frauenchores Piccolo gibt es auch wundervolle Soloauftritte, wie der von Barbara Ellen Erichsen, die während des Abends in der Barock-Kirche auch als Moderatorin glänzte.

Beim Jubiläumskonzert des Frauenchores Piccolo gibt es auch wundervolle Soloauftritte, wie der von Barbara Ellen Erichsen, die während des Abends in der Barock-Kirche auch als Moderatorin glänzte.
© Susanne Hanke

Sehnde

Frauenchor Piccolo feiert zehnjähriges Bestehen

Der Frauenchor Piccolo aus Sehnde hat gemeinsam mit dem Handglockenchor Wiedensahl in der Barockkirche Ilten ein Konzert zu seinem zehnjährigen Bestehen gegeben.

Ilten.  Liebe, Genuss, Rhythmus, poetische Schönheit und Humor kündigte Moderatorin Barbara Ellen Erichsen zum Jubiläumskonzert des Sehnder Frauenchores Piccolo in der Barock-Kirche Ilten an. Diese Erwartungen sind auf jeden Fall erfüllt worden. Denn schon der Auftakt mit dem Handglockenchor Wiedensahl, die als Gäste eingeladen waren, verzauberte das Publikum.

75 Glocken, die über einen Tonumfang von fünfeinhalb Oktaven verfügen, bimmelten nicht einfach, sondern verschmolzen zu einem melodiösen Gesamtkunstwerk. „Die Glocken können singen, wenn sie ganz besonders weich gespielt werden“, erläuterte Thomas Eickhoff, Leiter des Handglockenchores, dieses Phänomen, das sich wunderbar in der Komposition „Grazioso“ in allen Facetten entfalten konnte. Da folgten dann auch schon die ersten Beifallsstürme, die an diesem Abend keine Seltenheit blieben.

Atemberaubend ging es mit Melodien aus dem Musical „The Phantom of the Opera“ weiter, und ebenso wunderbar arrangiert gelang eine Symbiose der Handglocken mit den Stimmen der „Piccolinen“. Jede Stimme habe ihren eigenen Klang und spiegele einen Teil unserer Seele wider, beschrieb Erichsen in ihrer Anmoderation. Dass sich die Temperamente der Frauen in einer beweglichen Gesangseinheit zusammengefunden haben, seit 2004 unter der Leitung von Agnes Hapsari, war im nachfolgenden zweiten Teil des Konzertes gut nach zu spüren.

Das Repertoire aus zehn Jahren Chorarbeit zeigte eindrucksvoll, wie zuhause sich die Damen in verschiedenen Musikepochen fühlen. Von Abba bis Johannes Brahms, von Irish Folk bis zum Liebeslied aus dem 16. Jahrhundert wurde ein musikalischer Bogen gespannt. Für Showeffekte blieb hier genügend Raum. Die kreativen Sängerinnen begleiteten etwa mit einem spontanen Kaffee-Kränzchen Udo Jürgens Hit „Aber bitte mit Sahne“ begleiteten. Oder sie „becherten“ munter drauf los,  um den rustikalen Sound eines Country-Songs in Szene zu setzen. Das „bechern“ bezog sich dabei allerdings wirklich auf Becher, die als Percussion eingesetzt wurden.

Bejubelt wurde aber intensiv die Performance von „He lives in you“, die neben lautmalerischen Aspekten auch lichtmalerisch mit Taschenlampen für emotionalen Hochgenuss sorgte. 

Von Susanne Hanke


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