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Nachrichten Filippa Gojo Quartett sorgt für Jazz-Stimmung
Region Sehnde Nachrichten Filippa Gojo Quartett sorgt für Jazz-Stimmung
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15:15 29.07.2018
Das Filippa Gojo Quartett beim Kultursommer der Region Hannover 2018 im Ratssaal Sehnde: Filippa Gojo (Gesang) und David Andres (Bass). Quelle: Maximilian Hett
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Sehnde

 Das Schicksal hat es nicht gut mit den Organisatoren gemeint. Erst mussten aufgrund von Bauarbeiten neue Räumlichkeiten für den Auftritt des Filippa Gojo Quartetts gefunden werden. Dann verspätet sich der Start um eine halbe Stunde. Immerhin können die Besucher so noch einmal frische Luft schnappen, bevor das Jazz-Konzert im aufgeheizten Ratssaal losgeht.

Es ist die einzige Veranstaltung im Rahmen des Kultursommers, die in diesem Jahr in Sehnde stattfindet. Organisiert wurde sie vom Kulturverein Sehnde, dessen erster Vorsitzender Rüdiger Beneke sich besonders auf den Auftritt des Quartetts gefreut hatte.

Das Wetterthema wird von Sängerin Filippa Gojo direkt zum Anfang aufgegriffen: In Rio de Janeiro betrage die Temperatur derzeit 24 Grad. Damit sei es im Ratsaal wärmer und brasilianischer als in Rio, witzelt sie. Dabei ist Brasilien ein gutes Stichwort - immer wieder bietet das Quartett Lieder mit brasilianischem Bezug dar. Gleich zu Beginn beispielsweise mit dem „Lied vom Betrunkenen und der Seiltänzerin“, einer populären Regimekritik an der Militärdiktatur.

Die brasilianischen Stücke klingen meist fröhlich, dabei haben die Texte durchaus ernste Hintergründe, wie Gojo erzählt. Sie erklärt zu den Stücken immer wieder die Geschichten, die dahinter stehen.

Mischung aus ruhigen und fröhlichen Stücken

Eigene Produktionen der vier Musiker ergänzen die Bandbreite am Abend. Darin geht es um Heimat, Reisen oder aber auch eine ehemalige Musiklehrerin der Sängerin Gojo. Das Quartett hat eine bunte Mischung aus ruhigen und fröhlichen Stücken mitgebracht. Bei einer Eigenkomposition zum „Zeit sparen“ spielt die Gruppe mit dem Klavier, den Percussions und dem Bass im Rhythmus eines Uhrzeigers.

Temporeiche Zugabe

Obwohl eine Pause zur Hälfte des Konzerts temperaturtechnisch für Abkühlung sorgt, taut das Publikum auf: Besonders in der zweiten Hälfte wird viel mitgewippt. Dafür sorgen neben dem Gesang der bereits mehrfach ausgezeichneten Gojo auch Klavier-, Bass- und Perkussion-Soli.

Ein Stück um einen portugiesischen Fluss legt ein fulminantes Finale hin und traurige Seufzer gehen angesichts des nahenden Endes durch das Publikum. „Das ist ein schönes Geräusch“, sagt Gojo und gibt zum Schluss noch eine temporeiche Zugabe. Für die vier Musiker war es der erste Auftritt in Sehnde und der zweite in der Region Hannover. Am Ende des Abends zeigen sie sich zufrieden mit ihrem Auftritt, der Veranstalter und die knapp 50 Zuschauer sind es auch.

Von Maximilian Hett

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