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Region Sehnde Nachrichten Dorfentwicklung in Ilten kurz vor Abschluss
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00:36 01.06.2018
Die Parkbuchten im Kreuzungsbereich von Ferdinand-Wahrendorff-Straße, Glückauf Straße und Im Schleichgarten sind schon gut erkennbar. Quelle: Oliver Kühn
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Ilten

Bei einem Mammut-Bauprojekt über 1,2 Millionen Euro und einem Zeitraum von fast einem Dreivierteljahr kommt es häufig zu Verzögerungen und Baufehlern – doch bei dem Dorfentwicklungsprojekt in Ilten gibt es keine Rethmarschen Verhältnisse, wo sich die Sanierung der Ortsdurchfahrt um Monate verzögert hatte: Pünktlich zum Schützenfest Mitte Juni werden die Arbeiten fristgerecht beendet sein, kündigt Ulrich Jahnke vom Fachbereich Straßenbau und Stadtentwicklung an: „Die Arbeiten laufen wie geplant, wir sind sehr zufrieden.“ Doch die nächste Großbaustelle in Ilten ist bereits in Sicht, denn gleich im Anschluss beginnt die Kanalsanierung an der Hindenburgstraße.

Wenn das Wetter weiter so gut mitspiele, seien nach der Fertigstellung der Ferdinand-Wahrendorff-Straße bald auch die Bauarbeiten an der Kreuzung zur Straße Im Schleichgarten fertig, die zur Verkehrsberuhigung eingeengt wird. Parallel zur Glückauf Straße soll ein Gehweg als sogenanntes Pflasterband über die Straße geführt werden, und auch der vorhandene Parkstreifen soll sich durch eine Pflasterung von der Fahrbahn optisch abheben. Zudem werden an den Einmündungen noch Bäume gepflanzt, sodass die Strecke dann auch optisch verkehrsberuhigt wirken soll. Vom 15. bis 18. Juni ist die abschließende Herstellung der Asphaltdecke vorgesehen. Die Schützen können ihren Umzug dann bereits auf der fertigen Trasse veranstalten, am Montag darauf sollen die Straßen dann auch wieder für den Verkehr freigegeben werden.

In einem weiteren Schritt soll zudem die Freifläche vor dem NP-Discounter an der Ferdinand-Wahrendorff-Straße mehr Platzcharakter erhalten. Betonplatten sollen dort einer Grünfläche weichen, und die Bushaltestellen sind bereits barrierefrei gestaltet worden. Die Gesamtmaßnahme gehört zur Dorfentwicklung Iltens. Von den Kosten in Höhe von 1,2 Millionen hat das Land rund 650.000 Euro übernommen. Und offenbar ist nicht nur Iltens Ortsbürgermeisterin Gisela Neuse sehr zufrieden. „Das sieht alles gut aus, darauf werde ich auch häufiger von Bürgern angesprochen“, sagt sie. Man sehe, dass dort viel aufwendige Handarbeit stecke.

Die Einhaltung des Zeitplans kommt auch dem zweiten großen Sanierungsprojekt zugute – der Sanierung der Hindenburgstraße. Diese beginnt gleich im Anschluss mit der Erneuerung der Kanäle. „Einen genauen Bauzeitenplan gibt es aber noch nicht“, sagt Torsten Winter von der Unteren Verkehrsbehörde der Stadt. Wenn alles wie bislang Hand in Hand greife, könne man innerörtlich Umleitungen anbieten – über die dann gerade fertiggestellte Ferdinand-Wahrendorff-Straße und Im Schleichgarten. Sicher sei nur, dass es vor den Sommerferien eine halbseitige Sperrung mit Ampel in Höhe Berliner Straße gebe.

Voraussichtlich mit Ferienbeginn am 28. Juni müssen sich allerdings Autofahrer auf Beeinträchtigungen einstellen. Dann gibt es in Höhe der Jahnstraße und danach an der Kirchstraße bis zur B 65 jeweils für zwei Wochen Vollsperrungen. Diese Arbeiten dauern etwa bis zum 24. Juli. Damit ist die Stadt mit ihrem Part fertig – doch gibt sich dann die Region die Klinke in die Hand und beginnt mit der Straßensanierung. Die absehbaren Umleitungen können dann nicht mehr durch Ilten geführt werden, sondern großräumig über die Landesstraße 385 und die Kommunale Entlastungsstraße.

Keine Ampel Am Thie

Bei der Sanierung der Hindenburgstraße will die Region Hannover auch drei neue Bedarfsampeln, sogenannte Dunkel-Dunkel-Ampeln, installieren. Die CDU Ilten wollte eine davon im Bereich Am Thie haben, doch sie scheiterte mit ihrem Antrag im Ortsrat. „Das ist schade, aber die Bevölkerung will es so“, sagt Ortsratmitglied Andreas Heinen. Besonders Eltern hätten sich dagegen ausgesprochen. Dort fehlten aber auch entsprechende Zahlen von Fußgängern, die dort über die Straße gingen, sagt Ortsbürgermeisterin Gisela Neuse, die auch gegen den Antrag gestimmt hatte. Die Eltern wollten vielmehr eine Ampel in Höhe der Jahnstraße, wo auch zwei Bushaltestellen liegen. Die CDU hatte argumentiert, dass dort bereits Tempo 30 herrsche und die Straße gut einsehbar sei. Zwei weitere Fußgängerampeln kommen in Höhe des Deutschen Hauses in Höhe der Kirchstraße und am Kindergarten am Kälberanger und ersetzen Zebrastreifen, deren Nachrüstung mit aufwendiger Beleuchtung hohe Betriebskosten nach sich gezogen hätte.ok

Von Oliver Kühn

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