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Schläuche, Seile und Handschuhe gehören zu der von Sponsoren zur Verfügung gestellten Ausrüstung.

Schläuche, Seile und Handschuhe gehören zu der von Sponsoren zur Verfügung gestellten Ausrüstung.
© Privat

Sehnde

Hövers Firefighter sind bei Sponsorensuche findig

Das Team TFA (Toughest Firefighter Alive) Höver ist bei der Suche nach Sponsoren außerordentlich erfolgreich und hat bereits Spenden wie Schläuche und Kleidung im Wert von mehr als 2000 Euro gesammelt.

Höver.  Sie nennen sich zwar „Toughest Firefighter Alive (TFA)“, zu deutsch soviel wie härteste lebende Feuerwehrmänner, doch mit der Organisation Feuerwehr als solches haben sie offiziell nichts zu tun. Das im vergangenem Jahr gegründete, rein privat organisierte TFA Team Höver nimmt an bundesweiten Wettbewerben teil, die quasi als „Ironman-Wettkämpfe“ für Angehörige der Feuerwehr gelten. Das Training und die teure Ausrüstung müssen die Mitglieder selbst bezahlen. Dabei haben sich die Höveraner, die zudem in der dortigen Ortsfeuerwehr tätig sind, als außerordentlich findig erwiesen. Sponsoren vom Klinikum Wahrendorff bis zu einem österreichsischen Hersteller haben die achtköpfige Gruppe seit August schon mit Gegenständen im Wert von mehr als 2000 Euro unterstützt.

„Wie alles im Sport kostet auch unser Material viel Geld“, sagt Florian Menklein, der die Gruppe mit ins Leben gerufen hat und schon an sieben Wettkämpfen wie der „Firefighter Combat Challenge“ in Berlin oder dem „Skyrun“ in Düsseldorf teilgenommen hat. Sich dafür sportlich fit zu halten, ist die eine Sache. „Ich gehe derzeit vier- bis sechsmal in der Woche ins Fitnesstudio“, sagt der 35-Jährige. Doch ebenso entscheidend ist die Ausrüstung. Da es sich um private Teams handelt, darf die Stadt dafür keine Zuschüsse geben. 

Kürzlich hatte das Team bereits neue Helme bekommen. Jetzt vervollständigen weitere Sponsoren das nötige Material. So stellt der Schlauchhersteller Eschbach dem Team Schläuche im Wert von 1000 Euro zur Verfügung, die Firma Penkert acht paar Handschuhe im Wert von je 90 Euro, die Firma Teufelberger aus Österreich für 60 Euro ein hoch belastbares Seil. Das Klinikum Wahrendorff stiftete auf Anfrage sofort 200 Euro und Menklein selbst, der eine Firma für Brandschutzbedarf hat, einen Vorschlaghammer für 150 Euro – alles in allem Spenden im Wert von mehr als 2000 Euro. „Dafür habe ich auch fast 100 E-Mails geschrieben“, resümiert Menklein. Aber nicht einmal jeder Fünfte habe geantwortet. Menklein wertet das Ergebnis dennoch als großen Erfolg, weil er erst im August mit der Sponsorensuche begonnen habe.

Und der Ausblick ist offenbar auch rosig. Im nächsten Jahr bekommt das achtköpfige Team von der Firma Stiefel einen großen Preisnachlass für die benötigte Einsatzkleidung im Wert von je 1000 Euro gestellt. „Bisher mussten wir die auch für mehrere hundert Euro, aber gebraucht aus dem Internet kaufen“, verdeutlicht Menklein. Darüber dürften sich vor allem die beiden Frauen des Teams, Christin Busse aus Höver und Daniela Primus aus Arnum, freuen. „Sie könnten es im Damenwettkampf an die deutsche Spitze schaffen“, meint Menklein. Die nötige Ausrüstung für Training und Wettbewerbe ist ja jetzt vorhanden.

Von Oliver Kühn


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