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Nachrichten Damenabteilung der SG Bolzum besteht 50 Jahre
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00:37 19.05.2018
Sie gehören zu den Gründungsmitgliedern der Damenabteilung in Bolzums Schützengesellschaft: Hannelore Klimke (von links), Karin Neumann, Ingrid Schaller und Jutta Busche. Quelle: privat
Bolzum

 50 Jahre gibt es sie nun, die Damenabteilung der Schützengesellschaft Bolzum. Dabei hatte es am Anfang gar nicht danach ausgesehen, das aus der Gruppe eine dauerhafte Einrichtung werden könnte, erinnert sich Gründungsmitglied Karin Neumann: „Erst wollten uns die Männer nicht haben. Aber dann waren sie doch froh.“

15 bis 20 junge und motivierte Frauen seien es gewesen, die 1968 mit Nachdruck an die Türen der bis dahin reinen Männerdomäne der Schützengesellschaft Bolzum Einlass gefordert hatten. „Auf dem Dorf gab es ja nicht viel anderes. Und da dachten wir: warum nicht der Schützenverein?“, erinnert sich Neumann. Also marschierten sie in eine Versammlung und forderten: „Wir wollen mitmachen.“ 

Doch damit rannten die Frauen nicht unbedingt offene Türen ein. Im Gegenteil. Die Vorbehalte gegen Frauen in einem Schützenverein waren seinerzeit groß. Doch mit der Hilfe eines Vaters, der zu jener Zeit „selbst groß im Verein war“, wie Neumann sagt, und eines weiteren Unterstützers gelang es dann. „Und ohne sie hätte es wohl auch nicht geklappt“, mutmaßt Neumann

Praktische Unterstützung bekamen die Damen seinerzeit auch von Ilse Knobloch aus dem Landkreis Hildesheim. „Die hat uns das Schießen beigebracht“, sagt Neumann. Damals existierte das Bolzumer Schützenheim damals noch gar nicht. Die Schießabende, damals wie heute am Mittwoch, wurden in einer Gaststätte durchgeführt. „Vom Clubzimmer in den Saal haben wir geschossen. Und hinterher zusammengesessen, getrunken und gegessen“, erinnert sich Neumann. Die Gewehre wanderten nach dem Üben mangels speziellem Schrank in ein ausgedientes Kinderbett im ersten Stock. „Da legten wir sie hinein und deckten sie gut zu. Denn man durfte die schon damals nicht einfach offen liegen lassen“, plaudert die Schützendame aus dem Nähkästchen. 

Bei den Feierlichkeiten zum Jubiläum wurde nicht nur geschossen, sondern auch fleißig gepuzzelt. Quelle: Picasa

Die Aktivitäten der Schützinnen waren stets vielfältig. Viele Fahrten, sogar Urlaubsreisen nach Spanien, in die Türkei und zu Zielen in Deutschland gehörten dazu. Freundschaften wuchsen und festigten sich. Bereits 1968 wurde die erste Damenscheibe des Vereines ausgeschossen. Und bis heute sind die Schießabende der Frauen und Männer noch getrennt. Doch leider nage der Zahn der Zeit am Verein, sagt Neumann bedauernd: „Früher hatte der 150 bis 170 Mitglieder, jetzt sind es vielleicht noch 80. Damen sind es noch 17 oder 18, alle älteren Semesters.“ Es seien zwar viele Neubürger nach Bolzum gezogen, aber um Nachwuchs ringe man vergebens.  „Wir haben schon einen Tag der offenen Tür veranstaltet, aber auch das hat nichts gebracht“, erzählt Neumann.

Zum Jubiläumfest aber kamen sie, die Gastvereine, die eingeladen waren zum Schießen und Spielen. Der Sieg ging an die Schützengesellschaft Höver. Zweiter wurden die Damen des SV Rethmar. Kaffee und Kuchen, Bilderwand und Puzzles, auf denen die Schützendamen aktuell,  aber auch als Kind erkannt werden mussten, sorgten außerdem für Kurzweil. 

Wer die Bolzumer Schützendamen besuchen mag, ist willkommen. Die Damenabteilung trifft sich 14-tägig immer mittwochs im Schützenheim auf dem Mühlenberg. „Im Sommer um 19.30 Uhr, im Winter um 19 Uhr“, sagt Neumann. Nächster Termin ist der 17. Mai. 

Von Sandra Köhler

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