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00:16 29.08.2018
Bolzum stöbert beim diesjährigen Dorfflohmarkt. Quelle: Maximilian Hett
Bolzum

„Was wollen Sie dafür haben?“, fragt Margret Lungus. Sie zeigt auf ein blaues Kettcar. Schnell ist sie sich mit Verkäuferin Stefanie Worm einig und das Tretauto wechselt seinen Besitzer. Den ganzen Sonnabend über verwandeln sich unzählige Einfahrten und Vorgärten in Bolzum in Flohmartstände.

Beim Dorfflohmarkt bieten die teilnehmenden Bewohner Kinderspielzeug, Geschirr, Schmuck oder Kleidung an. 72 Stände gibt es im ganzen Ort verteilt und damit in etwa genauso viele wie beim Dorfflohmarkt im vergangenen Jahr, sagt Organisatorin Frauke Lehrke. Sie ist die Marktleiterin des Dorfladens Bolzum, der beim Dorfflohmarkt ebenfalls geöffnet hat. Zum dritten Mal findet er nun jährlich statt, zuvor bislang im Zweijahres-Takt. „Wir haben uns sehr gefreut, dass wieder so viele mitmachen“, erklärt Lehrke und ergänzt: „Es ist immer schön, wenn was los ist. Das stärkt die Gemeinschaft.“ Organisiert wurde die aufwendige Veranstaltung in einer privaten Initiative von Ortrud Mall und Axel Brackmann.

Stefanie Worm mit ihrem Stand beim Dorfladen. Quelle: Maximilian Hett

Dass es sich an diesem Sonnabend um keinen gewöhnlichen Sonnabend handelt, wird schon an den Straßen klar: Stellenweise gibt es kaum freie Parkplätze, in manchen Straßen reiht sich ein Stand an den nächsten. Das lockt auch einige Besucher aus den umliegenden Gemeinden und Landkreisen. Philipp Steffen ist aus Lehrte zum Dorfflohmarkt gekommen. Bereits am Vormittag freut er sich über zwei Neuanschaffungen: einen Kinderstuhl sowie einen Tragerucksack für den Nachwuchs. Er findet die Veranstaltung gut: „Ich komme regelmäßig hierher“, sagt der Lehrter. Sowohl auf Verkäufer- als auch auf Käuferseite ist das Interesse von Ortsfremden groß: Manch einer, der zuvor nur als Gast kam, hat sich in diesem Jahr den bestehenden Ständen angeschlossen.

Interessenten schauen sich auf dem Dorfflohmarkt Bolzum um. Quelle: Maximilian Hett

Auch wenn sich die Aussteller natürlich über verkaufte Ware freuen, geht es ihnen vornehmlich um etwas anderes. „Der Spaß steht im Vordergrund, es geht nicht in erster Linie ums Verkaufen“, erzählt Jennifer Hirschfeld. Sie verkauft zusammen mit zwei weiteren Frauen Kinderartikel, Deko und Technik, aber auch Hundezubehör sowie frische Waffeln in einer Scheune. Es ist für sie eine Premiere, denn sie ist das erste Mal als Verkäuferin beim Dorfflohmarkt dabei. Dass die Temperaturen im Vergleich zu den vergangenen Tagen etwas nachgelassen haben, stört die drei Frauen überhaupt nicht. Im Gegenteil: „Für das Waffelgeschäft ist das so ideal“, sagen sie.

Anke Brinkmann verkauft Schmuck auf dem Dorfflohmarkt Bolzum. Quelle: Maximilian Hett

Währenddessen verkauft Anke Brinkmann Schmuck. Eine Idee, was mit dem eingenommenen Geld getan werden kann, haben die Bolzumer auch. Stefanie Worm an ihrem Stand schräg gegenüber des Dorfladens: „Das kann man dann an den anderen Ständen wieder ausgeben“, sagt sie lächelnd. So bleibt am Ende alles im Dorf.

Ob es im kommenden Jahr wieder einen Dorfflohmarkt in Bolzum geben wird, ist noch unklar. Darüber müsse es erst noch Gespräche geben, sagt Ortrud Mall.

Von Maximilian Hett

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