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Sehnde

Beratung für Migranten ist nicht gefragt

Brigitte Batzer ist enttäuscht. Die regelmäßige Sprechstunde für Migranten, die sie zusammen mit zwei anderen Frauen in der Sehnder Begegnungsstätte angeboten hatte, wurde überhaupt nicht angenommen.

Drei Monate lang haben Brigitte Batzer, Gülhan Hegemann und Ina Binder wöchentlich eine Sprechstunde für Migranten in der Begegnungsstätte an der Peiner Straße angeboten. Um ausländischen Mitbürger bei Anträgen oder bei Terminen in Ämtern helfen zu können, haben sich die drei bei der Volkshochschule zu sogenannten Integrationslotsen ausbilden lassen.

Binder findet das sehr sinnvoll. Sie selbst stammt aus der ehemaligen Sowjetunion und weiß, welche Probleme Neubürger bewältigen müssen. Deshalb leistet sie seit einigen Jahren in der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde ausländischen Mitbürgern seelischen Beistand.

Doch die Beratung in der Begegnungsstätte kam nicht an. „Nicht einer war da“, sagt Batzer. Anderswo, wo Kommunen sogar die Ausbildung der Integrationslotsen finanziert hätten, um solch eine Stelle einzurichten, liefen die Projekte gut, sagt sie. Batzer kann nicht verstehen, warum es in Sehnde nicht klappte. Mit Russisch und Türkisch hätte man sogar in zwei Sprachen Hilfe leisten können. „Auch hier gibt es Familien mit Migrationshintergrund“, sagt sie. Man habe zudem genug geworben. Vor den betreffenden Ämtern seien Aushänge gemacht worden. „Wir haben die Sprechstunde jetzt wieder aufgegeben“, sagt Batzer. Dennoch stehen die drei Frauen weiterhin für Beratungen zur Verfügung.

Informationen gibt es bei Brigitte Batzer unter Telefon (05132) 6795 und bei Ina Binder unter Telefon (05132) 866272.

von Patricia Oswald-Kipper


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  • ... der Ort, an dem der Stichkanal Hildesheim vom Mittellandkanal abzweigt.
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