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Region Sehnde Nachrichten Ausbau der Kitabetreuung wird schwierig
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00:18 28.09.2018
Die Kita Ladeholz soll eine weitere 15-Uhr-Gruppe bekommen. Quelle: Archiv
Sehnde

Die Stadt Sehnde will die Beteuungszeiten in den Kitas gerne ausweiten. Das wurde jetzt in einem Kitabedarfsplan festgelegt. Die Umsetzung könnte jedoch am Mangel an Fachpersonal scheitern.

Laut dem neuen Kindertagesstättenbedarfsplan für das Jahr 2019 sollen die Dreiviertel- und die Ganztagsbetreuung in Sehnde ausgeweitet werden. Dabei ist etwa geplant, in der Kita in Rethmar die 14-Uhr-Gruppe in eine 15-Uhr-Gruppe umzuwandeln. Die Kita in Bolzum könnte mit dem vorhandenen Personal und einigen Stundenaufstockungen so umstrukturiert werden, dass es dort künftig eine Krippengruppe bis 16 Uhr gibt. Die Pläne des Fachdienstes für Kindertagesstätten und Jugend umfassen zudem die Einführung einer zweiten 15-Uhr-Gruppe in der Kita Ladeholz. „Wir versuchen in dem Plan dem Bedarf der Eltern nachzukommen“, sagt Fachdienstleiterin Katharina Fischer. Die Kosten dafür betragen jährlich insgesamt 33.000 Euro.

Die Stadt will damit ihren Ansprüchen als Familienstadt gerecht werden und den Eltern eine verlässliche Betreuung für ihre Kinder anbieten. Das werde jedoch immer schwieriger, da es gerade in diesem Bereich zurzeit einen enormen Personalmangel gebe, sagt Fachdienstleiterin Katharina Fischer: „Es sind kaum noch Fachkräfte zu kriegen.“

Gesetzliche Änderungen wie etwa die Verlegung der Sprachförderung in die Kitas oder die Beitragsfreiheit in Kindergärten sorgten neben Faktoren wie ein Plus bei den Geburten oder Zuwanderung langfristig für zusätzlichen Personaldruck.

In Sehnde führt der Personalmangel an Erziehern und Sozialassistenten jetzt schon zu Einschränkungen für Familien. Die private Krippe Spatzennest musste ihr Angebot zum Start ins neue Kitajahr bereits reduzieren. „Früh- und der Spätdienst wurden dort ersatzlos gestrichen“, erläutert Fischer. Dies habe die Kita in Absprache mit der Stadt machen müssen, „um den Betrieb mit dem jetzigen Personal überhaupt noch aufrecht erhalten zu können“, erklärt Fischer. Seit einem dreiviertel Jahr seien in der Einrichtung drei Stellen vakant.

In den 14 städtischen Kitas mit rund 120 Erziehern und Sozialassistenten könne man zurzeit solche Ausfälle noch besser abpuffern, sagt Fischer: „Aber auch da wird es in Zukunft schwierig, denn es gibt auch immer eine große Fluktuation.“

Das Personalgewinnungskonzept der Stadt könne langfristig keine Wunder bewirken, meint Fischer. Die Stipendien, die Sehnde an Sozialassistenten und Erzieher in Ausbildung vergibt, wurden kürzlich erst von zwei auf vier erhöht. „Aber auch das kann langfristig die Lücken nicht füllen“, ist Fischer überzeugt.

Die Fachdienstleiterin hofft, dass die von ihr vorgeschlagenen Anpassungen in den Kitas im nächsten Jahr mit dem vorhandenen Personal noch umgesetzt werden können. Möglicherweise seien Stundenaufstockungen einzelner Erzieher die einzige Lösung. „Aber das ist alles noch sehr unklar“, sagt Fischer.

Der Sehnder Rat wird am Donnerstag, 27. September, ab 18 Uhr im Rathaus über den Kindertagesstättenbedarfsplan für das Kitajahr 2019/2020 entscheiden.

Von Patricia Oswald-Kipper

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