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Nachrichten Fimbergstraße: Kein Ende der Klagen
Region Sehnde Nachrichten Fimbergstraße: Kein Ende der Klagen
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00:38 03.06.2018
Nur ein Mangel: Grundstücksmauern und Fußwege sind teils nicht ordentlich angeglichen worden. Quelle: Privat
Sehnde

Es war eine einjährige Baustelle mit vielen Pannen und noch mehr Ärger für die Anwohner. Jetzt ist die Fimbergstraße in der Kernstadt zwar fertig ausgebaut – doch die Klagen der betroffenen Anwohner sind kaum weniger geworden. Bei einer Begehung der Straße mit dem Ortsrat haben die Anlieger den Politikern zahlreiche nicht reparierte Schäden und Mängel in der Bauausführung gezeigt. Auch in den Nebenstraßen seien Straßendecken und Fußwege teils defekt. Ortsbürgermeister Helmut Süß wirft der Stadt dabei eine mangelhafte Bauaufsicht vor. Die hat ihrerseits bereits angekündigt, dass die Baufirma künftig keine Aufträge mehr erhalten werde. Nach Informationen dieser Zeitung hat es offenbar auch noch keine Endabnahme gegeben, weil die Stadt gegenüber der Firma auf Nachbesserungen drängt.

Am Zugang zum Ladeholz hat gelagertes Baumaterial den Asphalt mit Betonresten verschmutzt sowie Randsteine und die Grünfläche beschädigt. Quelle: Privat

Auf den ersten Blick sehe in der sanierten Straße alles neu und gut aus, meint Ortsbürgermeister Helmut Süß – doch der Teufel stecke wie häufig im Detail. Darauf hätten fünf betroffene Anwohner bei einem eigens anberaumten Ortstermin erneut hingewiesen. Schon während der Bauarbeiten hatten diese heftige Kritik an der Stadt geübt und ihr mangelnde Bauaufsicht sowie schlechte Kommunikation etwa bei Verzögerungen oder unerwarteten Problemen vorgeworfen. Weil die erste Ausschreibung nur sehr teure Angebote gebracht hatte, hatte die Stadt diese wiederholt und das günstigste Angebot angenommen. „Aber die billigste Firma ist nicht immer die günstigste“, meint Süß. So seien etwa an der Zuwegung zum Ladeholz durch gelagertes Baumaterial Randsteine beschädigt, Betonreste auf dem Asphalt nicht entfernt und zertrampelte Grünflächen nicht wieder eingesät worden.

Im Kreuzungsbereich von Fimbergstraße und Am Ladeholz seien die Übergänge im Pflaster unsauber ausgeführt, ebenso viele Fugen zu den Hofeinfahrten, die zum Teil überdies sehr steil angelegt worden seien. Beim Verbundsteinpflaster auf dem Fußweg seien nicht nur Kanten abgeschlagen, sondern das Pflaster teils selbst zerkratzt – und obendrein wechsele an einigen Stellen urplötzlich das Verlegemuster. „Ich frage mich, warum die Bauaufsicht bei der Stadt nicht funktioniert hat“, sagt Süß. Regressforderungen durchzusetzen sei aber schwierig, hatte Fachdienstleiter Godehard Kraft schon vor geraumer Zeit in einer Sitzung des Ortsrats mitgeteilt. Nur Aufträge werde die Firma nicht mehr bekommen.

Einige Gullideckel sind nur lückenhaft mit Bitumen eingefasst worden. Quelle: Privat

Aber auch die Arbeiten mit Bitumen, dem schwarzen, zähflüssigen Baustoff aus Erdöl zum Abdichten, seien mangelhaft ausgeführt worden, monierten die Anwohner beim Ortstermin. Dies sei bei einigen Gullideckeln der Fall, aber auch die Oberfläche in den verschiedenen Straßenabschnitten seien unterschiedlich griffig und wichen auch optisch voneinander ab. Zudem sei er in einem Abschnitt so weich, dass schwere Fahrzeuge dort Abdrücke hinterließen, hat der Ortsbürgermeister auf seiner langen Mängelliste festgehalten. Selbst in der benachbarten Beethovenstraße und Haydnstraße hätten abgestellte Baucontainer und schwere Fahrzeuge Schäden auf der Straße sowie auf dem Gehweg hinterlassen. Dass ein mit Bitumen gefüllter Behälter in der Zufahrt zur Beethovenstraße umgekippt und die Straße bis heute davon verschmutzt sei, ist dabei nur eine Randnotiz.

Von Oliver Kühn

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