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Region Sehnde Nachrichten Spektakulärer Unfall: 40-Tonner rutscht in Rückhaltebecken
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00:23 27.09.2018
Der 40-Tonner ist nach rechts von der Straße abgekommen und erst im Regenrückhaltebecken an der Hannoverschen Straße zum Stehen gekommen. Quelle: Sandra Köhler
Höver

Ein aus Richtung Anderten kommender 40-Tonner ist aus bislang ungeklärter Ursache am Montag in Höver von der Hannoverschen Straße abgekommen und schnurstracks in ein Regenrückhaltebecken gerutscht. Der 38-jährige Fahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt und konnte sich selbst noch aus der Fahrerkabine retten. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Während der Bergungsarbeiten, die bis etwa 12.15 Uhr dauerten, übernahm die Feuerwehr aus Höver die Verkehrssicherung. Eine schwerwiegende Umweltschädigung liege durch die Havarie des Lastwagens in dem Teich nicht vor, sagte Jens Regier von der Unteren Wasserbehörde der Region Hannover.

„So etwas hatten wir hier auch noch nicht“, sagte Tim Herrmann, Sprecher der Stadtfeuerwehr Sehnde über den ebenso spektakulären wie skurrilen Unfall, zu dem die Ortfeuerwehr Höver gegen 8.45 Uhr von der Polizei alarmiert worden war. Der Fahrer des unbeladenen Lastwagens habe anscheinend das Steuer verrissen und sei kurz nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Dort überfuhr der Lastwagen einen Graben, riss zwei Verkehrsschilder und einen Baum um und walzte den Böschungsbereich nieder. Schließlich kam er mit den Rädern im Wasser des Regenrückhaltebeckens zum Stehen.

„Glücklicherweise kippte das Fahrzeug nicht um“, sagte Herrmann. Da bei dem Ausritt ins Gelände aber die Ölwanne des Lastwagens beschädigt worden war, legten die zwölf anwesenden Feuerwehrleute sogenannte Ölschlengel auf der Wasseroberfläche aus. Diese verhinderten, dass sich auslaufendes Öl über die komplette Wasseroberfläche ausbreiten konnte.

Zusätzlich sicherten die Höveraner den Unfallortes auch während der Bergungsarbeiten. Diese übernahm Back Schwiening, Chef einer Bergungsfirma aus Gailhof. Souverän zog er den schweren Lastwagen mithilfe seines mit mehreren Stahlseilen ausgerüsteten Spezialfahrzeugs aus dem schwer zugänglichen Gelände. Timmy Fies, Mitglied der Feuerwehr Höver half ihm dabei, indem er das Lenkrad im Führerhaus nach Anweisung positionierte. So gelang, was Schaulustige kaum für möglich gehalten hatten: Den 40-Tonner ohne Kippen mit nur einem Abschlepper wieder auf die Straße zu bekommen. Gelitten hatte das Fahrzeug trotzdem mächtig: Die Windschutzscheibe war geborsten, Front und Unterboden des Führerhauses beschädigt.

Der ins Regenrückhaltebecken gerutschte LKW wird geborgen. Quelle: Sandra Köhler

Sowohl Mitarbeiter der Stadtwerke Sehnde, die für das Regenrückhaltebecken auf kommunalem Grund zuständig sind, als auch Jens Regier von der Unteren Wasserbehörde der Region Hannover begutachteten den Schaden am Gelände bereits während der Bergungsarbeiten. „Der Boden besteht aus Mergel, das heißt, das auslaufende Öl kann nicht tief eindringen“, urteilte Regier. Daher sei es ausreichend, die Grasnabe abzutragen und das ausgelaufene Öl von einer Fachfirma absaugen und entsorgen zu lassen. „Es handelt sich um keine schwere Umweltschädigung“, sagt er: „Wäre der Lastwagen im benachbarten Wietzegraben gelandet, sähe das anders aus.“

Von Sandra Köhler

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